Begegnung um halb zwei
Aug 14
Manchmal wundere ich mich, wie eine Aneinanderreihung kleiner Momente zu einem grossen Etwas werden kann. Und manchmal entwickelt sich dieses “Etwas” so seltsam, dass ich mich frage, ob das Wort “Zufall” im allgemeinen Wortschatz überhaupt Existenzberechtigung hat.
Da geniesst man einen schönen Abend im Sky Beach, zieht irgendwann friedlich in die Muttermilch und bringt den Abend zu einem chilligen Abschluss und freut sich auf einen lockeren Tag morgen im Freien (sofern das Wetter mitspielt - immer gut, Plan B parat zu haben).
Alles schön und gut, aber hin und wieder ist es eben auch drin, bei passender Musik mehr oder weniger die Beinmuskulatur zu trainieren und sich zwei Pfunde rauszuschwitzen - und beschliesst, ganz spontan, das zu machen, was man dabei immer macht (zumindest ich): man fährt ins LKA.
Und auf einmal passiert eben jener kleine Moment, der mich kurz an allem, vor allem an meiner persönlichen Sicht der elementaren Dinge, zweifeln lässt. Es ist wohl Zufall, aber exakt in dem Moment, als ich den Laden betreten wollte (das Geld schon in der Hand), kommt jemand raus, mit dem ich gar nicht gerechnet habe. Also, so richtig wirklich gar nicht. Genau in dieser Minute.
Und in den zehn Minuten, in denen wir uns unterhalten haben, kommt dann auch noch ausgerechnet “Hope” von Apocalyptica.
Und auf einmal fühlt man sich ein Jahr zurückgespult.
Ich gebe zu, manches beschäftigt mich immer noch. Und ja, ich weiss, dass es mittlerweile - vom Verstand her gesehen - albern ist. Aber ich bin eben nur ein Mensch. Einer, der vielleicht nicht mehr richtig tickt, es vielleicht aber auch gar nicht will.
Und wie banal, lächerlich und bescheuert das Ganze klingt und auch sein mag… aber:
Ich hab’ eigentlich noch nie so wirklich an Zufälle geglaubt.
Schon früher nicht, und jetzt erst recht nicht.








