oder: 6x Musik.
Am Mittwoch war Monochrome im Schocken. Nachdem wir dann eineinhalb Stunden gewartet haben, bis die Herrschaften endlich auf die Bühne kamen, ging es dann auch los - und das gleich gewaltig. Mit ihren Songs, die zum Teil auf deutsch, englisch und französisch gesungen wurden haben sie es geschafft, dass die Masse mitmacht - so weit es ging. Dummerweise war das Schocken so voll, dass man sich kaum bewegen konnte und wir (die mehr oder minder zufällig in der ersten Reihe standen) fast schon gegendrücken mussten, um nicht auch auf der Bühne zu stehen.
Nichtsdestotrotz waren die Jungs (und die Lady) nicht schlecht - aber auch nicht sonderlich herausragend. Wer auf Indie-Pop steht, hat mit ihnen gute Karten, wird aber auch nicht sonderlich vom Hocker gerissen. Und die Show…? Hmm. Zwischen “wie von einer Tarantel gestochen hüpfen”, “am Geländer klettern”, “aufs Publikum springen”, “sich auf den Boden werfen”, “Kofstand machen” und “mir den Mikrofon-Ständer in die Schulter rammen” haben sie es auch geschafft, hin und wieder ganz normal vorne zu stehen und zu singen… Aber das konnten sie immerhin - wenn auch ein wenig unverständlich.
Fazit: Sehenswert, aber einmalige Geschichte.
Gestern, LKA: Newcomercontest:
Die Neugier, was momentan in den “Startlöchern” der Pop/Rock-Szene steckt, hat uns hingetrieben. Jede Band hatte knapp eine halbe Stunde Zeit, sich dem Publikum unter Beweis zu stellen.
Band 1: BlindDance:
Hmm… Etwas statisch standen sie da, sangen eine Mischung aus Mittelalterrock und weissnichwas vor sich hin und… dabei blieb es auch.
Um es kurz zu machen: Na ja. Nicht sonderlich spannend. Zumindest nicht für mich. Die Sängerin hat auch nicht wirklich immer den Ton getroffen…
Band 2: Nulltarif:
Eins muss man denen lassen: sie hatten auf jeden Fall ihren Spass - und das kam auch deutlich in ihrer “Show” rüber. Auch wenn sie ziemlich an die “Ärzte” aus den 80ern erinnern (deutscher Punkrock eben) und nicht wirklich innovativ sind, haben sie eine gute Leistung abgegeben - und machten Laune, obwohl sie sich zwischen den Songs selbst reingeredet haben - und man teilweise dadurch nur Gebrabbel gehört hat. Immerhin konnten sie sich, was das Entertaining während der Show anging, gut abstimmen.
Band 3: Peachbox:
Extra aus Paderborn sind die vier Jungs gekommen - und ich bin froh darum! Sind mein persönlicher Sieger gewesen. Melodisch (sie selbst bezeichnen sie es als Groove-Rock) und mit einer guten Stimme standen sie auf der Bühne und haben auch das Publikum miteinbezogen. Was mich aber zusätzlich dazu begeistert hat, war die Tatsache, dass sie alle so jung sind… Sie tummeln sich irgendwo zwischen 15 und 18 - und die Band gibt es schon 3 Jahre. Respekt - und nicht umsonst haben sie schon ein paar (bundesweite) Preise in der Tasche.
Nur der Keyboarder sollte das “Bewegen auf der Bühne” noch üben.
Band 4: Zen-Bar:
Alle schon ein bisschen älter… und absolut nicht mein Geschmack. Irgendwas zwischen Country und Hochzeitsband.
Keine Ahnung. Aber es war schön, als es zu Ende war.
Band 5: Parkhaus:
Ähnlich wie Nulltarif, was die Musikrichtung angeht - vielleicht noch einen Tick härter und “rockiger”. Demnach nicht schlecht, wenn man “die Ärzte” mag. Sie haben das Publikum auch gut begeistern können (aber ich habe das Gefühl, dass sie auch ziemlich viele Freunde dabei hatten)… Das einzige, was mich störte, war der Gesang von einem der beiden Sänger: er konnte es irgendwie nicht. Aber dafür der andere.
Eine halbe Stunde (oder war es eine ganze?) später hat dann auch endlich die Jury entschieden:
Platz 1: Nulltarif
Platz 2: Peachbox
Platz 3: Parkhaus.
Für mich persönlich wäre Platz 2 Platz 1, Platz 3 Platz 2 und Platz 1 Platz 3. Hängt aber wahrscheinlich von meinem persönlichen Musikgeschmack ab - worauf die Jury achtet, ist ja wieder was ganz anderes…
Die anderen zwei Bands hatten gegen die drei keine Chance. Hättet ihr es gehört, wüsstet Ihr es.
So. Genug geschrieben. Bilder gibt es keine. War mir zu blöd, die Kamera mitzuschleppen.