Hustle the sluff: persönliche Zwischenbilanz.
by RozanaNachdem ich mich ja anfangs positiv über die Aktion geäussert habe, kommt nun meine zweite Meinung. Na ja, es ist eigentlich ja immernoch meine erste (und da wir ich nicht schizophren bin, auch meine einzige). Ja, vom Grundgedanken finde ich die “Hustleshufflesluff”-Aktion immernoch gut, aber sie hat ein entscheidendes Manko: Sie geht zu lang.
Ich mag immernoch Werbung, schliesslich will ich ja irgendwann vom “Werbung machen” eine Villa bauen lassen, eine Traumhochzeit mit Flitterwochen auf eigenem Schiff und mir einen persönlichen Fitnesstrainer leisten leben, aber sie darf keinen faden Nachgeschmack haben. Auch wenn etwas gut schmeckt: sobald es diesen Nachgeschmack hinterlässt, überlegt man es sich zweimal, ob man sich einen weiteren Bissen in den Mund stecken will oder nicht.
Ich hab’ mich irgendwie… sattgegessen. Da trotz Countdown die ganze Geschichte weitergeht, frage ich mich, wozu der Countdown überhaupt lief? Welchen Zweck, welche Spannung steckt denn dann noch dahinter, wenn es “eh” weitergeht? Und warum habe ich einen Schlüssel bekommen, wenn ich mich nicht aktiv an der Knobelei beteiligen kann? Es stimmt zwar, dass ich zum “Zeitpunkt Zero” frei hatte, aber dieses “Frei haben” bestand aus einer einstündigen Mittagspause zwischen Arbeiten und… Arbeiten. Und da war es mir lieber, ein leckeres Risotto in Safransosse zu essen und mit meinen netten Kolleginnen zu tratschen als irgendwelche Tupperdosen zu suchen. Zumal eine Stunde ohnehin nicht gereicht hätte, nach Geislingen zu fahren und das dritte Cache zu suchen (abgesehen von der Vermutung, dass sich laut Koordinaten das Finale sowieso in Berlin abspielen wird). Und das Risotto hat wenigstens keinen Nachgeschmack.
Inzwischen vermute ich, dass die VM-People einfach Eigenwerbung machen. Mit einem kleinen Goodie am Ende. Der “beste Gammablogger” wird gewinnen, danach gibt es eine öffentliche Erklärung seitens der Firma und die Sache ist “gegessen”. Die VM-People haben sich wieder ins Gespräch gebracht, Erik ist in Wirklichkeit BWL-Student, schreibt seine Diplomarbeit zum Thema Guerilla-Marketing bei denen und sein “Experiment” will er in seine Arbeit miteinbeziehen. [Ähnlichkeiten zu anderen Diplomanten sind rein zufällig und frei erfunden.]
Oder ihm ist einfach langweilig.
Nachdem ja sowieso alles nur vage Vermutungen und “unsere” Apfeltheorien schlichtweg den Bach runter sind, ist bei mir persönlich auch die Luft raus. Ich will eigentlich nur noch das Resultat wissen.
Wer immernoch im “Hustle the sluff”-Fieber ist, dem empfehle ich cybeerboy’s Blog und wünsche noch viel Spass dabei.
[Die Umfrage lasse ich nichtsdestotrotz bis zum Ende der Aktion laufen.]





[...] marketing, guerilla marketing, hustle the sluff Trackback-Link: TrackBack-URI Artikel-Adresse: Permalink-URI Weitere Artikel hier im Weblog: Danach: Käseblätter Davor: Uh Uh Uh Uh 2 Kommentare - jetzt Kommentar schreiben » 1 | Kommentar von george — 12. September 2006 @ 12. September 2006 18:32 [...]
“Risotto hat wenigstens keinen Nachgeschmack.” … das ist das beste, was ich seit langem lese. Im Ernst!
Schön gesagt geschrieben.
Es ist nicht einmal der Punkt, dass sie zu lange geht, sondern dass die armen Blogger immer noch etwas hinterherrennen, von dem sie gar nicht wissen, was es ist. Es ist ein Herumtapsen im Dunkeln, ohne zu wissen, wonach man überhaupt sucht…
So würde ich es nicht (direkt) sagen - anfangs hat es mich ja auch gereizt, demnach bin ich dem ja auch hinterhergerannt. Allerdings sah ich das Ziel in dem heutigen Tag, es war für mich persönlich überschaubar. Da ich die “Lösung” heute mittag +12 Minuten erwartet, aber nicht bekommen habe (wie durch den Countdown angedeutet), habe ich um 12:13 Uhr die Lust verloren.
In meinen Augen ein unwiderrufliches Faux-Pas der Agentur - bzw. Eriks.
Reizen ist gut, aber man darf nicht ÜBERreizen. Das schadet.
Stimmt auch wieder - und da wir ja nicht wissen, was bei dieser Schnitzeljagd noch alles kommt, wissen wir auch nicht, wie weit wir überhaupt sind. Gehen wir nach Eriks Aussagen, könnte man sagen, wir sind fast fertig. Aber verlassen würde ich mich da nicht drauf…