Hustle the sluff: Ride 5.

by Rozana

Nachdem ich zwar immernoch nicht ausgeschlafen bin, dafür aber wenigstens inzwischen nüchtern, kommt jetzt der Bericht über das “Hustle the sluff”-Wochenende aus meiner Sicht.

Los geht’s…
Morgens um elf ging es mit dem Flieger nach Berlin, von Tegel aus dann ins Hotel. Und um eins war ich im Zimmer. Während die anderen drei in meinem Zimmer darauf warteten, dass ihre frei und bezugsfertig werden, klopfte es an der Tür:
Wie war es anders zu erwarten? Der Service brachte mir ein Cache.
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Plastikdöschen aufgemacht und darin lag… ein Brief von Erik. Plus Berlinkarte mit drei Kreuzchen (ein Kreuz war das Hotel), einem Dartpfeil, zwei Einzelfahrscheinen und einer Kette (für das Code-Blech mit der Nummer). Und Erik erinnerte schriftlich auf den “Random-Walk”, den wir entweder vor oder nach der Fahrt machen können. Handtuch? Hatte ich keins, aber wozu ist man in einem Hotel?

Um drei sollten wir uns mit Erik im Foyer treffen - wo wir dann, nach ‘nem kleinen Spaziergang auf die restlichen Schlüsselkinder warteten.
Sie zu erkennen war eigentlich nicht wirklich schwer - schliesslich war es ein ****-Hotel mit goldenen Klinken und Aufzügen, geschniegelten Hoteliers und alten reifen Herrschaften, die schon mittags in Abendgarderobe hin- und herspazierten.
Und wenn dann ein junger Mensch in Jeans und Turnschuhen und einem Reiserucksack hineintrottete, war es eigentlich schon klar, dass er/sie/es zu uns gehörte.

Die meisten schafften es pünktlich um 15 Uhr im Foyer zu sein, wo wir mit Erik verabredet waren. Als er dann endlich auch kam, ging es dann auch gleich weiter:
Raus zum Auto, bisschen bestaunen, dann kam auch schon Marie und zauberte einen Hut hervor, in dem Lose lagen.
Klar, schliesslich passen nicht wirklich 15 Leute gleichzeitg in den alten Benz.
6 “Rides” im Dreiviertel-Stunden-Takt soll es geben, die Grüppchen fanden sich und die ersten drei Kinder verschwanden dann auch schon mit Erik ins “Shuffle Shuttle”.
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Während die Übriggebliebenen rätselten, was denn nun bei so einem “Ride” passierte und wieso sie nur so kurz waren, landeten wir letztendlich im Café Oststrand (zweites Kreuz), einer Beachbar an der Spree - ein Glück, dass die Sonne ohne einer einzigen kleinen Fitzelwolke vom Himmel auf uns niederschien. Es war optimales Wetter.
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Erik stiess nach einer Weile zu uns, um den dritten Ride abzuholen (der zweite ging auch vom Hotel aus) - und schwuppsdiwupps waren wir wieder drei weniger.
Die Runde wurde immer kleiner (ich war im übrigen für den fünften Ride ausgelost, zusammen mit Susanne). Wir gingen ursprünglich davon aus, dass die vorherigen Fahrten wieder zurückkamen, aber nachdem das nicht passierte und eben jene plötzlich nicht mehr via Handy erreichbar waren, wurden unsere Spekulationen immer wilder (auf die ich hier jetzt auch nicht näher eingehen möchte, weil sie bis hin zur Organspende reichten).

Wie auch immer. Ride 4 wurde abgeholt, eine Dreiviertel-Stunde später waren Susanne und ich an der Reihe. Hallo Erik, tschüss Ride 6! Willkommen im Shuffle-Shuttle.

Ride 5.
Um viertel vor acht saßen Susanne und ich endlich in dem sagenumwobenen Shuffle-Shuttle. Und was wir entdeckten, waren wirklich nette Gimmicks: ein kleiner Kühlschrank mit Getränken, einem ausklappbaren TFT-Monitor im Dach und einer Tastatur - der Rechner hatte Internetanschluss. Während Susanne gleich im Internet surfte, versuchte ich erfolglos mit dem Ipod zu hantieren (ich weiss schon, warum ich keinen hab’) - und zu sehen, wozu die jeweils angebundenen Täschen mit Handys dienen, kam ich erst gar nicht, weil Marie mich anrief.
“Hallo Rozana! Ich hab’ eine kleine Aufgabe für Euch zwei…”

Unser Job war es, einen wildfremden Menschen anzusprechen und ihn dazu zu bringen, mit ins “Shuffle Shuttle” einzusteigen und ein paar Stunden mit uns zu verbringen - dummerweise hatten wir selber keine Ahnung, was uns erwartete… Klingt also eigentlich fast ganz einfach. Aber vorher waren wir noch ein leckeres Eis essen - in der, laut Erik, besten Eisdiele Berlins. Ob es das beste Eis war, weiss ich nicht, aber es war wirklich richtig lecker - und Pfefferminz-Eis hatten sie auch (ich hab’ mich dann aber für “gebrannte Mandeln” entschieden).

Dann ging es auf die Suche. In einer kleinen Strand-Bar hatten wir dann auch Erfolg. Frank kam mit, stieg ins Auto und wir fuhren los. Und Erik überreichte mir… das nächste Cache:
Zwei Bücher namens “Sag es treffender” und drei Karten für ein Improvisationstheater.
Als Frank begriff, dass wir auf dem Weg zu “Kultur” waren, wurde ihm wohl etwas mulmig und kniff letztendlich. Dafür konnten wir nichts, unsere Aufgabe war dennoch gelöst, also ging es ins Theater.

Das Event.
Auf der Bühne standen vier Schauspieler (eine davon weiblich), der fünfte vom Team untermalte das Stück musikalisch. Was genau ein Improvisationstheater ist, war mir bis dato auch nicht bewusst: Die Schauspieler fragen, was das Publikum sehen möchte, die wiederum bewerfen die Künstler mit Begriffen, aus denen sie spontan eine Geschichte darstellen müssen. Dies passiert aber nicht nur einmal, sondern insgesamt werden mit Hilfe des Publikums fünf Geschichten entwickelt. Nach den ersten Szenen gibt es einen “Cut”, das Publikum entscheidet per Beifall, welche vier Geschichten weiterkommen und in der zweiten Runde kommen neue Begriffe hinzu. Die übrigen Stücke werden dann weitergespielt, es kommt zur Runde drei usw… bis zum Finale.
Hier ein kurzer Abriss der Finalstrory, die sich das Publikum hat einfallen lassen und die die Schauspieler darstellten:
Das Musical “Das bunte Hemd” handelte von Freunden, die nur noch schwarz-weiss trugen und sich dadurch verflucht fühlten. Karo, der Hauptcharakter allerdings fühlte sich dadurch nicht gestört, da er schon immer nur diese zwei Farben trug - deswegen empfand er es auch nicht als schlimm, Yves Saint Laurent alle Farben zu verkaufen. Als dies aber rauskam, wurden die beiden angeklagt, YSL weigerte sich aber, die Farben zurückzugeben - bis Karl Lagerfeld auftauchte, um ihn zum Duell herauszufordern…. Und wie es bei einem Musical so ist, wurde natürlich auch gesungen.
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Es war gigantisch, ich habe Tränen gelacht - deswegen: wenn jemand die Chance hat, so ein Improvisationstheater zu besuchen, unbedingt machen!
Das Schöne an dem ganzen Event war auch, dass wir nicht wussten, was uns erwartete: umso überraschter waren wir!
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Lass’ uns Freunde bleiben.
So hiess die Kneipe (das dritte Kreuz auf der Stadtkarte) wirklich, in der wir uns dann am Schluss alle wieder zusammenrotteten. Nach und nach trafen die anderen Schlüsselkinder ein und auch ein paar fremde Gesichter waren dort - die VM People. Und C., die Frau von T-Mobile.
Endlich bekamen wir die Initiatoren von “Hustle the sluff” zu Gesicht. Und lernten sie kennen.
Es war ein super Abend, wir haben mehr über die Aktion erfahren, haben den VM People Löcher in den Bauch gefragt und ebenfalls Fragen beantwortet - es war sehr interessant zu erfahren, wer wie wo was eigentlich wie dahintersteckte. Und der Name der Kneipe konnte nicht treffender sein.
Schön war auch zu erfahren, dass die Initiatoren nicht minder von uns begeistert waren wie wir von ihnen - es ist Balsam für die Seele, wenn Marie sagt, dass sie meinen Blog gerne gelesen hat und die Comiczeichnung klasse fand - und tierisch neugierig auf mich wurde… (Okay, wer hört sowas nicht gern?!)
Am Ende lief alles super zusammen, jeder hatte etwas zu erzählen, die Erfahrungen wurden ausgetauscht und es wurde gefeiert. Bis morgens um halb fünf.
Dann ging es zurück ins Hotel, ins Bett - schliesslich gab’ es am folgenden Tag ein gemeinsames Brunch in der “kleinen Orangerie” in der Charlottenburg und danach war Sight-Seeing angesagt…
“Hustle the Sluff” ging zu Ende. Und zurück blieben erschöpfte, aber begsiterte Blogger, VM-People und Mitarbeiter von T-Mobile.
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Fazit.
Einen Tag nach der ganzen Aktion bleibt nur noch, unterm Strich alles zusammenzurechnen:
Ich bin froh, mitgemacht zu haben. Ich habe neue Leute kennengelernt, nämlich die Menschen, die hinter den Blogs steckten und bekam auch die Chance, ein bisschen hinter die Kulissen vom Virusmarketing zu blicken. So spannend wie alles war, so anstrengend war es auch von der anderen Seite.
Auch wenn diese Aktion viele Kritiker hervorgelockt hat und sich einige von Anfang an gegen “Hustle the sluff” ausgesprochen haben (und ich ja auch teilweise negativ darüber dachte und dennoch neugierig auf alles war), glaube ich, dass alle drei Parteien von “erfolgreich” reden können. Wir hatten unseren Spass und T-Mobile hinterliess zufriedene “Beta-Tester”.
Es war ein klasse Wochenende und dafür möchte ich mich bei Erik, Marie, Thomas und auch C. bedanken. Und natürlich auch bei allen anderen, die daran teilgenommen haben - selbstverständlich auch bei den anderen Bloggern.
Noch mehr Fotos gibt es im übrigen unter Flickr. Ich werde versuchen, meine restlichen Bilder auch im Laufe der Woche hochzuladen.

So. Soviel erstmal zum Wochenende.

Wie aber nun T-Mobile genau mit dem “Shuffle Shuttle” verknüpft ist, möchte ich mit den letzten paar Zeilen zusammenfassen.
T-Mobile ist der Sponsor dieser “Shuttles” - frei nach dem Motto “make friends”. Leute sollen sich unterwegs (also “mobil”) zusammenfinden, kennenlernen und Freunde werden. Spass und Spannung soll es geben und einfach einen schönen Abend.
Wie es weitergeht? Einfach mal abwarten… Aber wenn Ihr in der Fernsehwerbung irgendwo einen alten goldenen Benz seht, wisst Ihr, in welchem Auto ich am Samstag drinsaß.

Zum Schluss.
Korrigiert mich, wenn ich etwas vergessen haben sollte - es waren so viele Eindrücke am Wochenende, dass ich nicht weiss, ob ich alles Relevante zusammenbekommen habe. Und entschuldigt, wenn ich zuviel geschrieben haben sollte. Aber ich wüsste auch nicht, wo ich kürzen könnte.
Und wer meinen Bericht als erste(r/s) tatsächlich bis zum Ende gelesen hat und weiss, wie ich mobil zu erreichen bin, den lade ich zu einer Kugel Eis ein - und zwar in der besten Eisdiele Stuttgarts!

10 Antworten zu “Hustle the sluff: Ride 5.”

  1. Interessant, zu sehen was daraus geworden ist. Zwar verstehe ich einiges an der Aktion immer noch nicht (also von dem wie sie abgelaufen ist), aber im Endeffekt kam für Euch wohl was schönes bei raus :-)

    Ich hab mich ja ziemlich früh rausgehalten, obwohl ich “Schlüsselkind” bin. Weiss nicht, ich war da irgendwie nicht sooo begeisterungsfähig, zumal ich mir schwer vorstellen kann, dass wirklich in meiner Gegend - also abseits grosser Ballungsgebiete wie z.B. Berlin, sowas funktionieren kann. Nuja. Viel Spass auf jeden Fall den weiteren Teilnehmern :-)

  2. Danke für die gute Zusammenfassung. Jetzt bin ich auch wieder im Bilde. Meinen Schlüssel kann ich ja nun wegwerfen… oder meinst der bringt was bei ebay? ;-)
    Achja… das Improvisationstheater stammt meines Wissens aus Amsterdam. Dort gibt es das legendäre “Boom Chicago” (www.boomchicago.nl/), woraus auch schon einige berühmte Leute hervorgekommen sind auch wo auch gerne mal der eine oder andere Promi vorbeischaut. Sehr zu empfehlen.

  3. sehr schöner Bericht !!
    Ich hätte noch ein paar Zeilen mehr davon gelesen ;-) Also mir war er nicht zu lang…

  4. [...] Hab mal ein paar Berichte vom Shuffle-Shuttle-Beta-Test in Berlin gierig verschlungen !! Scheint schon witzig gewesen zu sein, aber auch ausbaufähig, wie einige Betatester meinten…schade das mein Mitbewohner der Herr Th. nicht mitkonnte… [...]

  5. @Arne
    Wenn Du noch Fragen hast, ich versuche sie gerne zu beantworten. Ich denke, für Aussenstehende ist es immer bisschen schwieriger - genauso für mich, weil inzwischen einige Dinge sehr logisch erscheinen und dadurch nicht mehr nennenswert. wie gesagt - wer Fragen hat, ich stehe gerne zur Verfügung!

    @SODL
    Hättest Du ihn VOR dem Ride verkauft, hätte er sicher mehr gebracht! Ich hätte ihn genommen - Filou war nämlich etwas depri, weil er nicht mit konnte. Aber jetzt… wohl eher kaum. Der Schlüssel ist nur symbolisch gewesen und er passt auch nicht in irgend ein Schloss.

    @teddybär
    hach, dann hätte ich ja ruhig weiter ausholen können…
    Freut mich aber, dass der Bericht Euch gefallen hat!

    Und PS: Danke auch für die vielen SMS heute morgen, der “Eingeladene” steht fest!

    Und PPS: Was ich vergessen habe: ich freue mich über Besuch der Schlüsselkinder - wenn also jemand in Stuttgart mal sein sollte, ich würde mich auf ein gemeinsames Getränk freuen! :-D

  6. [...] Ich werd auch noch ein paar ernsthaftere Worte schreiben zum Ganzen, aber ein bisschen realistischere Erlebnisberichte könnt ihr bei einigen der Schlüsselkinder schon heute lesen: - Das Fazit des Abgeordneten - Ganz nüchtern am Feierabend - Verhaltensforschung bei Anne Dei mit Berlireport - Gedanken in Stückchen - Am Hintern - Am kehren - Update: Nun auch ich mit der ganzen Wahrheit, nackt und ungeschminkt - Update: Zarte Gedanken der Kritik - Update: verschnupft - Update: Ach ja, und dann noch auf ein Wort … - Update: Ganz ausgeschlafen und schmerzfrei [...]

  7. Seitenweise Rückblicke…

    Mittlerweile haben sich fast alle Schlüsselkinder dazu überwunden einen Artikel zu schreiben, ich denke das war es dann auch langsam mit der ganzen Shuffle-Shuttle / Hustle the Sluff Aktion.Außer vielleicht die Fotos noch nach und nach kommen werden…

  8. Herrje, mit dem iPod hätte ich dir ja gerne geholfen… ;)

  9. @Matthias

    Du hättest! Wenn Du da gewesen wärst…
    *theatralik on*
    “Wo warst Du, als ich Dich brauchte??! Wooo…??!!”
    sie liess sich auf die Knie fallen und streckte ihre gebrechlichen Hände nach ihm.
    Man hörte nur noch den Regen, der auf den toten Asphalt und ihre kalte Haut prasselte.

    *theatralik off*

    Danke für den Applaus. ;-)

  10. [...] Das Thema “Hustle the sluff” beende ich nun hiermit. Rozana war eine der glücklichen Schlüsselkinder die letztes Wochende nach Berlin reisen durften. Bei ihr und Alexander bei findet ihr ein abschließendes Fazit der Aktion. So wie es aussieht hatten alle ihren Spaß. :-) Tags:hustle the sluff [...]

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