Abschiedsgrüsse.
Sep 26An den Diplomblogger, der jetzt dann endlich mal fertig geworden ist.

So, nachdem ich gerade verzweifelt versuche fleissig dabei bin, alle Berichte von den “Schlüsselkindern” zu lesen, ist mir Alexander’s Artikel besonders ins Auge gesprungen - und das völlig schmerzfrei.
Was er geschrieben hat, ist ein wunderbares, realistisches und aussagekräftiges Statement über die ganze “Hustle-the-sluff”-Aktion und eine Beantwortung sämtlicher wahnwitziger Spekulationen - ich kann nur jedem, der der Sache kritisch gegenüberstand, empfehlen, Alexander’s Artikel durchzulesen.
Nachdem ich zwar immernoch nicht ausgeschlafen bin, dafür aber wenigstens inzwischen nüchtern, kommt jetzt der Bericht über das “Hustle the sluff”-Wochenende aus meiner Sicht.
Los geht’s…
Morgens um elf ging es mit dem Flieger nach Berlin, von Tegel aus dann ins Hotel. Und um eins war ich im Zimmer. Während die anderen drei in meinem Zimmer darauf warteten, dass ihre frei und bezugsfertig werden, klopfte es an der Tür:
Wie war es anders zu erwarten? Der Service brachte mir ein Cache.

Plastikdöschen aufgemacht und darin lag… ein Brief von Erik. Plus Berlinkarte mit drei Kreuzchen (ein Kreuz war das Hotel), einem Dartpfeil, zwei Einzelfahrscheinen und einer Kette (für das Code-Blech mit der Nummer). Und Erik erinnerte schriftlich auf den “Random-Walk”, den wir entweder vor oder nach der Fahrt machen können. Handtuch? Hatte ich keins, aber wozu ist man in einem Hotel?
Um drei sollten wir uns mit Erik im Foyer treffen - wo wir dann, nach ‘nem kleinen Spaziergang auf die restlichen Schlüsselkinder warteten.
Sie zu erkennen war eigentlich nicht wirklich schwer - schliesslich war es ein ****-Hotel mit goldenen Klinken und Aufzügen, geschniegelten Hoteliers und alten reifen Herrschaften, die schon mittags in Abendgarderobe hin- und herspazierten.
Und wenn dann ein junger Mensch in Jeans und Turnschuhen und einem Reiserucksack hineintrottete, war es eigentlich schon klar, dass er/sie/es zu uns gehörte.
Die meisten schafften es pünktlich um 15 Uhr im Foyer zu sein, wo wir mit Erik verabredet waren. Als er dann endlich auch kam, ging es dann auch gleich weiter:
Raus zum Auto, bisschen bestaunen, dann kam auch schon Marie und zauberte einen Hut hervor, in dem Lose lagen.
Klar, schliesslich passen nicht wirklich 15 Leute gleichzeitg in den alten Benz.
6 “Rides” im Dreiviertel-Stunden-Takt soll es geben, die Grüppchen fanden sich und die ersten drei Kinder verschwanden dann auch schon mit Erik ins “Shuffle Shuttle”.

Während die Übriggebliebenen rätselten, was denn nun bei so einem “Ride” passierte und wieso sie nur so kurz waren, landeten wir letztendlich im Café Oststrand (zweites Kreuz), einer Beachbar an der Spree - ein Glück, dass die Sonne ohne einer einzigen kleinen Fitzelwolke vom Himmel auf uns niederschien. Es war optimales Wetter.

Erik stiess nach einer Weile zu uns, um den dritten Ride abzuholen (der zweite ging auch vom Hotel aus) - und schwuppsdiwupps waren wir wieder drei weniger.
Die Runde wurde immer kleiner (ich war im übrigen für den fünften Ride ausgelost, zusammen mit Susanne). Wir gingen ursprünglich davon aus, dass die vorherigen Fahrten wieder zurückkamen, aber nachdem das nicht passierte und eben jene plötzlich nicht mehr via Handy erreichbar waren, wurden unsere Spekulationen immer wilder (auf die ich hier jetzt auch nicht näher eingehen möchte, weil sie bis hin zur Organspende reichten).
Wie auch immer. Ride 4 wurde abgeholt, eine Dreiviertel-Stunde später waren Susanne und ich an der Reihe. Hallo Erik, tschüss Ride 6! Willkommen im Shuffle-Shuttle.
Ride 5.
Um viertel vor acht saßen Susanne und ich endlich in dem sagenumwobenen Shuffle-Shuttle. Und was wir entdeckten, waren wirklich nette Gimmicks: ein kleiner Kühlschrank mit Getränken, einem ausklappbaren TFT-Monitor im Dach und einer Tastatur - der Rechner hatte Internetanschluss. Während Susanne gleich im Internet surfte, versuchte ich erfolglos mit dem Ipod zu hantieren (ich weiss schon, warum ich keinen hab’) - und zu sehen, wozu die jeweils angebundenen Täschen mit Handys dienen, kam ich erst gar nicht, weil Marie mich anrief.
“Hallo Rozana! Ich hab’ eine kleine Aufgabe für Euch zwei…”
Unser Job war es, einen wildfremden Menschen anzusprechen und ihn dazu zu bringen, mit ins “Shuffle Shuttle” einzusteigen und ein paar Stunden mit uns zu verbringen - dummerweise hatten wir selber keine Ahnung, was uns erwartete… Klingt also eigentlich fast ganz einfach. Aber vorher waren wir noch ein leckeres Eis essen - in der, laut Erik, besten Eisdiele Berlins. Ob es das beste Eis war, weiss ich nicht, aber es war wirklich richtig lecker - und Pfefferminz-Eis hatten sie auch (ich hab’ mich dann aber für “gebrannte Mandeln” entschieden).
Dann ging es auf die Suche. In einer kleinen Strand-Bar hatten wir dann auch Erfolg. Frank kam mit, stieg ins Auto und wir fuhren los. Und Erik überreichte mir… das nächste Cache:
Zwei Bücher namens “Sag es treffender” und drei Karten für ein Improvisationstheater.
Als Frank begriff, dass wir auf dem Weg zu “Kultur” waren, wurde ihm wohl etwas mulmig und kniff letztendlich. Dafür konnten wir nichts, unsere Aufgabe war dennoch gelöst, also ging es ins Theater.
Das Event.
Auf der Bühne standen vier Schauspieler (eine davon weiblich), der fünfte vom Team untermalte das Stück musikalisch. Was genau ein Improvisationstheater ist, war mir bis dato auch nicht bewusst: Die Schauspieler fragen, was das Publikum sehen möchte, die wiederum bewerfen die Künstler mit Begriffen, aus denen sie spontan eine Geschichte darstellen müssen. Dies passiert aber nicht nur einmal, sondern insgesamt werden mit Hilfe des Publikums fünf Geschichten entwickelt. Nach den ersten Szenen gibt es einen “Cut”, das Publikum entscheidet per Beifall, welche vier Geschichten weiterkommen und in der zweiten Runde kommen neue Begriffe hinzu. Die übrigen Stücke werden dann weitergespielt, es kommt zur Runde drei usw… bis zum Finale.
Hier ein kurzer Abriss der Finalstrory, die sich das Publikum hat einfallen lassen und die die Schauspieler darstellten:
Das Musical “Das bunte Hemd” handelte von Freunden, die nur noch schwarz-weiss trugen und sich dadurch verflucht fühlten. Karo, der Hauptcharakter allerdings fühlte sich dadurch nicht gestört, da er schon immer nur diese zwei Farben trug - deswegen empfand er es auch nicht als schlimm, Yves Saint Laurent alle Farben zu verkaufen. Als dies aber rauskam, wurden die beiden angeklagt, YSL weigerte sich aber, die Farben zurückzugeben - bis Karl Lagerfeld auftauchte, um ihn zum Duell herauszufordern…. Und wie es bei einem Musical so ist, wurde natürlich auch gesungen.

Es war gigantisch, ich habe Tränen gelacht - deswegen: wenn jemand die Chance hat, so ein Improvisationstheater zu besuchen, unbedingt machen!
Das Schöne an dem ganzen Event war auch, dass wir nicht wussten, was uns erwartete: umso überraschter waren wir!

Lass’ uns Freunde bleiben.
So hiess die Kneipe (das dritte Kreuz auf der Stadtkarte) wirklich, in der wir uns dann am Schluss alle wieder zusammenrotteten. Nach und nach trafen die anderen Schlüsselkinder ein und auch ein paar fremde Gesichter waren dort - die VM People. Und C., die Frau von T-Mobile.
Endlich bekamen wir die Initiatoren von “Hustle the sluff” zu Gesicht. Und lernten sie kennen.
Es war ein super Abend, wir haben mehr über die Aktion erfahren, haben den VM People Löcher in den Bauch gefragt und ebenfalls Fragen beantwortet - es war sehr interessant zu erfahren, wer wie wo was eigentlich wie dahintersteckte. Und der Name der Kneipe konnte nicht treffender sein.
Schön war auch zu erfahren, dass die Initiatoren nicht minder von uns begeistert waren wie wir von ihnen - es ist Balsam für die Seele, wenn Marie sagt, dass sie meinen Blog gerne gelesen hat und die Comiczeichnung klasse fand - und tierisch neugierig auf mich wurde… (Okay, wer hört sowas nicht gern?!)
Am Ende lief alles super zusammen, jeder hatte etwas zu erzählen, die Erfahrungen wurden ausgetauscht und es wurde gefeiert. Bis morgens um halb fünf.
Dann ging es zurück ins Hotel, ins Bett - schliesslich gab’ es am folgenden Tag ein gemeinsames Brunch in der “kleinen Orangerie” in der Charlottenburg und danach war Sight-Seeing angesagt…
“Hustle the Sluff” ging zu Ende. Und zurück blieben erschöpfte, aber begsiterte Blogger, VM-People und Mitarbeiter von T-Mobile.

Fazit.
Einen Tag nach der ganzen Aktion bleibt nur noch, unterm Strich alles zusammenzurechnen:
Ich bin froh, mitgemacht zu haben. Ich habe neue Leute kennengelernt, nämlich die Menschen, die hinter den Blogs steckten und bekam auch die Chance, ein bisschen hinter die Kulissen vom Virusmarketing zu blicken. So spannend wie alles war, so anstrengend war es auch von der anderen Seite.
Auch wenn diese Aktion viele Kritiker hervorgelockt hat und sich einige von Anfang an gegen “Hustle the sluff” ausgesprochen haben (und ich ja auch teilweise negativ darüber dachte und dennoch neugierig auf alles war), glaube ich, dass alle drei Parteien von “erfolgreich” reden können. Wir hatten unseren Spass und T-Mobile hinterliess zufriedene “Beta-Tester”.
Es war ein klasse Wochenende und dafür möchte ich mich bei Erik, Marie, Thomas und auch C. bedanken. Und natürlich auch bei allen anderen, die daran teilgenommen haben - selbstverständlich auch bei den anderen Bloggern.
Noch mehr Fotos gibt es im übrigen unter Flickr. Ich werde versuchen, meine restlichen Bilder auch im Laufe der Woche hochzuladen.
So. Soviel erstmal zum Wochenende.
Wie aber nun T-Mobile genau mit dem “Shuffle Shuttle” verknüpft ist, möchte ich mit den letzten paar Zeilen zusammenfassen.
T-Mobile ist der Sponsor dieser “Shuttles” - frei nach dem Motto “make friends”. Leute sollen sich unterwegs (also “mobil”) zusammenfinden, kennenlernen und Freunde werden. Spass und Spannung soll es geben und einfach einen schönen Abend.
Wie es weitergeht? Einfach mal abwarten… Aber wenn Ihr in der Fernsehwerbung irgendwo einen alten goldenen Benz seht, wisst Ihr, in welchem Auto ich am Samstag drinsaß.
Zum Schluss.
Korrigiert mich, wenn ich etwas vergessen haben sollte - es waren so viele Eindrücke am Wochenende, dass ich nicht weiss, ob ich alles Relevante zusammenbekommen habe. Und entschuldigt, wenn ich zuviel geschrieben haben sollte. Aber ich wüsste auch nicht, wo ich kürzen könnte.
Und wer meinen Bericht als erste(r/s) tatsächlich bis zum Ende gelesen hat und weiss, wie ich mobil zu erreichen bin, den lade ich zu einer Kugel Eis ein - und zwar in der besten Eisdiele Stuttgarts!
Und komplett am Arsch.
Wie, wer, wo und was eigentlich jetzt am Wochenende passiert ist und wie ich persönlich alles gefunden habe, verrate ich noch nicht - einen ausführlichen Bericht gibt es demnächst.
Ich muss jetzt schlafen.

Dieses Wochenende ist es endlich soweit: Die ganze Guerilla-Aktion “Hustle the sluff” neigt sich dem Ende zu (wer immernoch nicht weiss, worum es geht, kann es hier nachlesen).
Heute Abend wird die Testfahrt im “Shuffle Shuttle” gemacht.
Und die hier + paar weitere machen mit.
Im Flieger von Stuttgart aus sitzen neben mir drei weitere Blogger - deswegen fand ich den Strip hier ganz passend und hab’ ihn kurz umfunktioniert.
Ausserdem wollte ich den inzwischen “abgedroschensten Satz des Jahres” auch mal sagen.
In diesem Sinne, bis Sonntag Montag.

Ich komm’ zu nix!
[Das ist wohl der Moment, wo ich meine "To-Do-Listen"
endlich mal beherzigen sollte.]
Bisschen spät, aber immerhin: “Hustle the sluff” hat es in den Spiegel geschafft.
Den Artikel habe ich mir auch brav durchgelesen und festgestellt, dass er ziemlich kritisch an die Idee des Virusmarketing geht - und ich sage, als Direktmarketingling, dass wenn von 120 Angeschriebenen 20 Leute am Ende übrig bleiben, dass das - was Werbung angeht - eine richtig hohe Quote ergibt: Wenn mich mein Können aus dem Mathe-Abitur
(2 Punkte) nicht täuscht, sind das glatt 1/6 Response.
Grob geschätzt also knapp über 16,5%.
Und ich glaube, nach so einem Ergebnis lecken sich manche Werbe-Kunden die Finger.
Na, von “Jung von Matt” brauchen wir ja gottseidank keine bloggerbezogene Werbung erwarten… Oder doch?
Moment, ist da grad im Spiegel nicht ein kleiner Widerspruch?
[PS: Danke an Diplomblogger für den Hinweis. Wir werden ein cooles Wochenende haben.]

So, da ich erst angefangen habe, “Watchmen” zu lesen, kann ich noch nix beurteilen.
Aber der Comic klingt interessant, allein schon deswegen, weil es schon mehrere Preise
abgesahnt hat und laut dem Time Magazine unter die 100 besten Romane fällt - als einziger Comic.
Also schonmal nicht schlecht.
Zudem kommt eigentlich auch noch hinzu, dass der Autor Alan Moore ist. Wem er nichts sagt: From Hell, Liga der aussergewöhnlichen Gentlemen und V wie Vendetta entsprangen seiner kreativen Feder. Und da all diese Comics schon (erfolgreich) verfilmt wurden, liegt es nahe, dass “Watchmen” auch noch in die Kinos kommt (man munkelt von Ende 2007).
Und wie es Wikipedia schön beschreibt:
“Die Serie erweist sich als “Anti- Superhelden- Geschichte”. Die vormaligen Retter des Universums sind verarmt oder haben mit ihrer Identität Millionen verdient. Es geht darin um die Frage “Wie würden sich die Superhelden aus den amerikanischen Comics in der realen Welt verhalten und wie würde die reale Welt auf sie reagieren?” Angereichert mit viel Gesellschaftskritik wird unter anderem das Vigilantentum der selbsternannten Hüter von Recht und Gesetz hinterfragt. Der Titel Watchmen soll auf ein bekanntes Zitat des römischen Autors Juvenal aus seiner Satire VI zurückgehen: “Quis custodiet ipsos
custodes?” (engl.: Who watches the watchmen?, deutsch: Wer überwacht die Wächter?). Die deutsche Ausgabe der Serie wurde erstmals 1989 in sechs Bänden vom Carlsen Verlag veröffentlicht.”
[ausführlicher hier.]
Sechs Bände? Band eins hab’ ich hat Denny zu Hause.
Dann kann’s ja mal losgehen…