Norddeutsche Tischfußballmeisterschaft 2007.
by Rozana
Ich bin mir zwar noch nicht wirklich sicher, ob ich schon gerade denken kann, aber ich versuche einfach mal mein Glück.
Ausgeschlafen bin ich schließlich immer noch nicht (wie denn auch? War ja auch noch nicht daheim).
Erstmal die Dinge kurz zusammengefasst, die ich gelernt habe:
- was ein Pinshot ist und wie er funktioniert
- was ein Snakeshot (umgangssprachlich: Jet) ist und wie er funktioniert
- wie man ihn theoretisch schießt (praktisch auch, hab’ immerhin ein Tor geschossen)
- dass es folgende Ränge gibt: Neuling, Amateur, Master, Elite.
- dass man automatisch Amateur wird, wenn man an acht Turnieren teilgenommen hat oder unter die ersten drei Plätze in der Neulingsdisziplin kommt.
- dass sich die Teampartner beim Spiel gegenseitig auf den Po hauen. *rrr*
- dass es gibt folgende Disziplinen gibt:
- Neuling Einzel, Neuling Doppel
- Amateur Einzel, Amateur Doppel
- offenes Einzel, offenes Doppel (rangunabhängig)
- DYP - “draw your partner” (ausgeloste Teams, rangunabhängig)
- “Master-Am” - Master mit Amateur gegeneinander
- Damen Einzel, Damen Doppel
- Mix (Damen und Herren gemeinsam/gegeneinander, Einzel oder Doppel) - dass zufällig geschossene Tore wahlweise Eier/Gurken/Kirschen heißen (je nach Region)
- dass alles vertreten ist: vom Punker bis zum Hiphüpfer, vom bierbäuchigem Senior bis zum Sunnyboy, von der “scharfen Gangsta-Braut” bis hin zur… na ja, Gegenteiliges kann man sich ja sicher denken.
So, jetzt mein immernoch völlig subjektiver Bericht, aus der Sicht einer unvoreingenommenen, neugierigen, dem Sport bisher völlig fremden Person.
Vorab: nach Hannover zu fahren kann sich als äußerst zäh und stressig erweisen, vor allem, wenn man nachts um halb eins über zwei Stunden im Stau steht. Rückfahrt war im Übrigen auch nicht besser.
Gegen nachts um drei im Hotel angekommen, schnell eingecheckt und geschlafen, morgens zur Turnierhalle, wo sich die Spieler erstmal anmeldeten, warm spielten und endlich loslegen konnten. An insgesamt 20 Tischen spielten ca. 200 Spieler, die einen noch beim Warmspielen, die anderen schon mitten im Turnierstress. Dementsprechend war auch die Luft ziemlich schnell verbraucht und leider war es kaum möglich, wirklich durchzulüften. Ich hatte das Glück, dass ich als Zuschauer hin und wieder entschwinden konnte, andere wiederum hechteten von Sieg zu Sieg, von Tisch zu Tisch und kamen zwischen den Spielen kaum zur Ruhe.
Auch wenn es eine Weile gebraucht hat, bis bei mir der Durchblick kam (grob gesehen liefen ja anfangs fast 20 Spiele gleichzeitig), kristallisierten sich schnell einige interessante Spieler und Teams heraus. Klar, dass ich mich dann besonders gerne um deren Tische gestellt habe, um zuzusehen, wie Tischfußball “profesionell” gespielt wird.
Und das, was ich letztes Wochenende gesehen habe, hat definitiv rein gar nichts, null, niente, nista (usw.usf.) mit diesem Kneipenkicker zu tun, was man als “Ottonormalbürger” eigentlich “kennt”. Nicht, dass ich davon ausgegangen wäre, aber es ist eben doch etwas Anderes, wenn vier (Voll)profis im Doppel gegeneinander spielen und die Bälle nicht mittels Durchdrehen der Puppen plump im Zickzack hin und her donnern, sondern mit gezielter Kraft und trotzdem erstaunlicher Geschicklichkeit und Feinfühligkeit zwischen den Männchen hin und her tanzen lassen, so dass man ihnen als Laie mit den Augen kaum zu folgen vermag.
Ich gebe zu, nicht jedes Spiel war spannend, aber die paar Spiele, die ich gesehen habe, waren sehr beeindruckend. Allein schon deswegen hat es sich gelohnt, da mal hineinzuschnuppern - und paar nette Bilder konnte ich auch machen.
Und wer immer noch denkt, dass Tischfußball kein Sport ist, irrt sich. Ich will nicht wissen, wie viele durchnässte T-Shirts und Handtücher dank dem Turnier heute gewaschen werden, und auch wenn man vielleicht nicht der Superathlet sein muss, um zur Elite zu gehören, braucht man nicht nur ein gutes Auge, sondern auch ein schnelles, taktisches Schalten der Gehirnzellen. Und hey, das können auch nicht alle. Ich hatte ja schon Schwierigkeiten beim Zugucken…
Und der Geruch in der Halle hat deutlich bewiesen, dass die Spieler ganz schön ins Schwitzen kamen…
Respekt allen Spielern, Ihr wart toll und ich hoffe, Ihr hattet auch den Spaß, den Ihr mir bereitet habt - und was ich auch noch gelernt habe, ist:
Können hin oder her, was auf jeden Fall auch mit dazu gehört, ist definitiv eine große Portion… Glück.
Auf diesem Wege möchte ich auch nochmal den Norddeutschen Meistern im Neuling Doppel, Götz und Silvio, dem Norddeutschen Meister im Neuling Einzel, Silvio (da hat jemand gleich zweifach abgestaubt!) und meinem Lieblingsspieler Andreas (Amateur) zum mehr oder minder erfolgreichen Turnier gratulieren! Spaß gemacht hat’s auf jeden Fall!








Ob das turnier erfolgreich war oder nicht kann ich dir morgen, spätestens Mittwoch sagen. Da kommen immer die Ergebnislisten raus. Wer, gegen wen, in der ELO-Statistik wieviel Punkte geholt hat!
Aber mit dem 9ten Platz von knapp 60 Teams im Amateur Doppel bin ich schon recht zufrieden. Mehr als ich erwartet hatte.
Bitter ist vor allem, wenn man mit einem Könner - mal so - im Team spielt und der immer sagt “Männchen hoch”, damit er mit dem Torwart ein Tor schießen kann.
Naja letztendlich gehts ja darum Tore zu schießen. Die Mittelreihe (5er) sollte schon nach oben gehen, die Torreihe kann man im Normalfall stehen lassen. Da schießt ein normal, guter Goalie aussenrum! Bzw kann man dann immer noch passen!
Eine Philosophie für sich, aber eine mit nem grossen Suchtfaktor!
Erstes Bild: Mit Stativ geknipst? Gefällt mir.
ich hätte gerne mit Stativ geknipst, hatte keins dabei. Da musste die Zuschauertribüne herhalten. Ging ja trotzdem problemlos.
Ich hatte auch mal das Vergnügen, so einem Turnier beizuwohnen. Wirklich sehr beeindruckend, wie geschickt man diese kleine Kugel rum schubsen könnte, wenn man es denn kann. Ich für meinen Teil bin ja eher der Haudrauf-Typ, vielleicht gewinne ich deshalb äußerst selten
Glück gehört dazu ….. ist aber erzwingbar ! (in diesem fall)
so ähnlich wie beim fotografieren