Medien Award 2007: HairyTrends.
by Rozana
Es ist nicht lange her, da wurde der MedienAward 2007 in Heidelberg verliehen. Ein Ausschreiben, bei dem man seine Abschlussprüfung im Bereich Mediengestaltung einreichen konnte und die Chance erhielt, Geld und Ruhm abzusahnen.
Jetzt sind die Preisträger offiziell und einem bekannten Gesicht kann ich sogar gratulieren! Auf der Seite sind die detaillierte Aufgabenstellung sowie die Preisträger zu sehen, Durchlesen und -sehen lohnt sich also.
Da ich selber nicht teilgenommen habe und mich tierisch darüber ärgere, dass ich es tatsächlich verpeilt habe, meine Arbeit einzureichen, stelle ich sie jetzt, mit freundlicher Genehmigung der ZFA, in meinem Design-Portfolio online - vielleicht will sich der Eine oder Andere ja meine Abschlussarbeit ansehen.

[Format, Texte sowie Rohbilder waren vorgegeben, Logo und Gestaltung -klar- blieb dem Einzelnen überlassen.
Als Zusatzaufgabe musste ich in meinem Fall, "werbeorientierte Gestaltung", zusätzlich dazu noch ein Plakat gestalten.]
Über Eure Meinungen würde ich mich sehr freuen.





… vielleicht gewinnst du ja einen ganz anderen Award - so für “junge Leute”, you know?
Das finde ich jetzt etwas schade, dass gerade hier so wenig Kommentare kommen. Aber - wow - es ist vielleicht auch einfach etwas viel, wenn man erst anfängt, sich in die Entwürfe reinzudenken.
Meine total fachinkompetente Meinung: Über den ersten Platz lässt sich streiten (was immer ein gutes Zeichen ist), aber mindestens der zweite wäre Deiner gewesen!
Bei Dir finde ich die Auswahl der Farben sehr passend zum Trendthema, das Spiel mit Textgrößen und -farben und die entsprechende inhaltliche Gewichtung sehr gelungen, die Umsetzung der Fotos mit den Abstufungen, die sehr dynamisch wirken, absolut klasse, die Gesamtkomposition einfach angenehm leicht und modern und, und, und…
Klitzekleine Kritikpunkte: Das grafische Signetelement ist mir im Kontext mit der Schrift etwas zu fein. Und natürlich ist mir das Gesamtdesign viel zu professionell! ;o)
Kurz: Geniale Ausführung! Schade, dass Du nicht an der Ausschreibung teilgenommen hast!!!
Gemach, gemach. Für jemanden wie mich, der es nicht so mit Design hat und auch schon lange seinen Friseur mit “beides kurz: Haare und Gespräch” brieft, ist das viel zu viel um da “einfach mal so” etwas halbwegs passendes zu zu sagen.
Jedenfalls finde ich, dass die Idee mit den Flächen und den farbigen Schatten richtig gut finde. Dein ganzer Entwurf schreit quasi “Friseur”, auch wenn man den Text nicht liest.
Jedenfalls wäre es mal interessant gewesen, wie eine “professionelle” Jury dein Werk zwischen den Anderen positioniert.
finde den 70-er Style der Fotos ganz klasse! ich mag retro
! Was ich im Vergleich zu den prämierten Arbeiten (obwohl ich kreatives ungern vergleiche) besser finde ist die klare Schrift/ Bildaufteilung, die Nutzung der Arial in den Headlines(das knallt ohne zu überladen) als anlehnung an das Schriftbild des Logos sowie den klaren auf der Seite zentrierten Blocksatz.
Im vergleich zum Platz 1. deutlich besser! Nur der Platz 2 wäre Dir ein starker “Gegenspieler” geworden.(meine Meinung)
Marcel:
Bald…
Eckard:
vielen lieben Dank für Deine fachinkompetente Meinung *g*. Freut mich, dass es Dir gefällt, abgesehen von der Professionalität, die hier allerdings vonnöten war.
Das Signet mag zu fein sein, das gebe ich zu, aber worauf ich hinaus wollte war u.a. auch auf die Feinheit des Haares hinzuweisen und einen Kontrast zu entwickeln.
Chris:
die “professionelle Jury” wertete meine Abschlussprüfung mit 92 von 100 Punkten, was einer sehr knappen Eins entpspricht - wenn mich nicht alles irrt. Aber ich hätte zu gern gewusst, welchen Rang meine Prüfung jetzt explizit in der Medienaward-Liste gehabt hätte… Ohne doof zu klingen, glaube ich aber, dass ich irgendwo unter den ersten Zehn gewesen wäre. Umso mehr ärgert mich meine Schusseligkeit.
Seba:
Und danke für Deine Meinung! Mit der Arial warst schon sehr nah dran, die komplette Broschüre ist in der Neuen Helvetica gehalten (meine Lieblingsschrift).
Die Fotos sind von Schwartzkopf gestellt und wenn man mal genauer hinsieht, kann es sein, dass in dem einen oder anderen Friseursalon tatsächlich diese Bilder zu sehen sind
Zur Platzverteilung: ich verstehe nicht so recht, warum der erste Platz der erste geworden ist - die anderen haben stellenweise wirklich mehr zu bieten. Baer vielleicht muss man die Broschüren auch einfach mal in der Hand gehalten haben, um der Sache näherzukommen - bei meiner z.B. kommt auch nicht raus, dass die Headlines partiell glanzlackiert sind. Internet hat eben auch Nachteile
Das du sehr gut bist, war ja klar
Aber der “professionelle” Vergleich zu den anderen Arbeiten wäre dann doch mal interessant. Jedenfalls trifft deine Arbeit meine Erwartung an “Friseurreklame” deutlich eher als einiges der Preisträger-Arbeiten.
Übrigens, oute ich mich jetzt als altmodisch, wenn ich sage, dass ich Serifenschriften bevorzuge, speziell Palatino? Zu deinem Entwurf passt das nicht, keine Frage, aber sonst…
Heute morgen beim Kaffeetrinken dachte ich darüber nach ob das tatsächlich die Arial und nicht die Helvetica war. Dachte mir aber - da Du kein ObstUser bist - Dir die zweite Schrift nicht ohne weiteres zur Verfügung steht. Mann soll eben nicht soviel denken.
Für den 2. U. 4. Job wäre auf jeden Fall auch das Papier entscheidend! Ich glaube, dass bei deinem Entwurf das egal sein könnte und jede Oberflächenveredelung der Arbeit zusätzlichen glanz verleiht.
@Chris: Serifenschriften wären viel. ein stückweit edler, mutiger und keineswegs altmodisch.
Also Serifenschriften haben nichts mit “altmodisch” zu tun. Es ist immer eine Frage des Verwendungszweckes und gerade bei viel gedrucktem Text bevorzuge ich durchaus Serifen! Lässt sich leichter lesen. Deswegen gibt es aber auch so viele Schriften - sie sind ja nicht nur Mittel zum Zweck, sondern durchaus auch Stilmittel.
Seba:
Und klar, dass wir dort die Helvetica hatten.
Die Prüfung habe ich in meiner alten Agentur gemacht, das heißt, dass ich durchaus in den “sauren Apfel” beissen musste
Diese Schrift ist in meinen Augen einfach ein Muss.
Natürlich haben verschiedene Schriften ihre Berechtigung, auch wenn ich manchmal glaube, dass man “uns Laien” eher weniger als mehr Schriften geben sollte, bei dem Unfug, den mache Leute da treiben. Ich musste tatsächlich schon Arbeiten im Umfang mehrerer Seiten in Arial abgeben (Vorgabe!). Das geht auch mit LaTeX, da hat man sogar echtes Helvetica, und wehr Arial im Fließtext haben will kennt und sieht auch nicht den Unterschied zwischen Arial und Helvetica