Sneak #425: Untraceable.
by RozanaErstmal vornerweg: Was den 01. April angeht, gibt es von meiner Seite her keine Scherze.
Mir ist nichts eingefallen. Scherze sind uncool.

Endlich habe ich es wieder in die Sneak geschafft.
Dieses Mal kam “Untraceable”, ein Film über einen Serienkiller, der eine Webseite betreibt, bei dem der Mordprozess von der Klickrate der Seite abhängig ist. Klingt skurril, ist es auch - und klingt beängstigenderweise sogar realistisch.
Die Cyber-Crime-FBI-Agentin Jennifer Marsh (Diane Lane) hat ihr Dasein den Internetkriminellen verschrieben. Als sie eines Tages den Tipp mit der Webseite www.killwithme.com bekommt, sieht sie über einen Livestream, wie eine Katze auf qualvolle Art getötet wird.
Die Seite gewinnt an Bekanntheit, und der nächste Livestream der Seite ist nicht mehr fern: Dieses Mal ist das Opfer ein Mann, der festgebunden und mit Schnittwunden übersät gefilmt wird, wie es ausblutet. Und je mehr Klicks die Seite erhält, desto mehr Blutgerinnungsmittel wird ihm eingeflöst… Und das war nicht das letzte Opfer.
Ich habe vorab von dem Film schon gehört, aber die Story mit den “je mehr Klicks, desto schneller tot”-Zeug hat mich eher bisschen negativ eingestimmt, weil ich von doch so unglaubwürdigen Mordgeschichten nicht viel halte.
Als ich den Film dann gesehen habe, klang alles nach und nach irgendwie schlüssig und auch realitätsnah, dass ich am Schluss kurz mal schlucken musste - denn so weit hergeholt war es dann doch nicht.
Wieviele Freaks gibt es denn, die irgendwelche skurrilen Homevideos ins Netz stellen? Und wieviele davon haben schon die Grenze überschritten? Und vor allem, ist es denn nicht so, dass je skurilleres ist, sich das auch mehr Leute ansehen?
Klingt traurig, aber solche Menschen gibt es genug.
Die Auflösung der Story war in meinen Augen auch gut, wenn auch vorhersehbar und nach Schema F, was aber in dem Fall nicht schlimm ist (sagen wir es mal so: der Film war trotz allem kurzweilig, es hat einfach nicht gestört). Was mir besonders gut gefallen hat, war der Schluss an sich. Es war endlich mal ein Ende, das nicht künstlich in die Länge gezogen wurde. Das Ende war kurz und knackig.
Alles in allem ein guter Film, besser als ich ihn erwartet hätte. Und die Webseite (wer nicht über www.killwithme.com gehen will, kann auch hier drüber gehen) macht auch Spaß - cool gemacht und inklusive kleiner Spielchen.





[...] weitere Filmkritik gibt’s bei Rozana, der Untraceable auch sehr gut gefallen hat. Die offizielle Film-Website gibt’s unter [...]