barcamp Stuttgart, 27.-28. September ‘08.

by Rozana

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Paar Freunde gingen am Wochenende auf das barcamp Stuttgart. Haben es auch immer wieder erwähnt, ich hab von mehreren Seiten auch davon gehört, dachte aber: “Is’ nix für mich. Sind doch alles Cracks, kennen sich in der Materie super aus und ich sitze dann eh nur da und fühle mich fehl am Platz.” Also war die Sache klar: Ich gehe nicht hin. Das bisschen, was ich blogge oder twittere…
Gestern früh saß ich im Unterricht, hatte nebenher Twitter laufen und ich las von meinen  Followern ständig nur noch #bc0711.
“Geiler grüner Tee #bc0711″, “Kaffee noch nicht fertig #bc0711″, “Habe @xxx endlich real kennengelernt #bc0711″, “boah, geniales Frühstück! #bc0711″, “coole Session”… Und ich saß da und dachte mir… Schade. Wäre schon gerne dabei. Habe mich aber natürlich nicht angemeldet. Meine Gedanken in Twitter reingehauen und dann kam eigentlich nur noch “Klar, komm vorbei, ist voll cool hier! #bc0711″.
Bis ich mich aber aufgerappelt habe, war schon sieben, ich bin also anschließend noch ins mash, wo der barcamp-Tag gemütlich ausklang.
Aber ganz ehrlich, alleine das war schon lohnenswert. Toll, manche Leute einfach mal in “Echt” zu treffen und zu sehen, welche Gesichter sich hinter welchen Nicks stecken. Im Laufe des Abends wurde ich dann auch gleich via Iphone beim barcamp angemeldet und ich hatte keine Ausrede mehr, am Sonntag um Punkt 9 doch noch im Literaturhaus aufzukreuzen.
Sonntag, 9:00Uhr:
Ich war tatsächlich da. Und nach einem sehr guten und ausgiebigen Frühstück und einem leckeren Cookie ging es fast auch schon los.

Session #1
Crow’n Crow hat sich vorgestellt, ein Portal, bei dem man selbst Designs hochladen und sich auf schicke Taschen und Sitzsäcke drucken lassen kann. Können natürlich auch von anderen bestellt werden und bekommt Provision - vom Konzept her nicht Neues, aber dennoch eine coole Sache, zumal man auch online gestalten kann. Leider ist die Seite voll mit Bugs, aber da sie erst gelauncht wurde, ist die Hoffnung noch groß ;o)
War auf jeden Fall sehr interessant.

Session #2
Schlechte Texte - gute Texte: Es wurden Beispiele aufgezeigt, wie User im Netz von den Firmen angesprochen werden. Als Positiv-Beispiele kamen zum Beispiel Moo und Flickr, besonders im Bestellprozess wurden bei Moo noch nette kleine Sachen eingebaut in den Texten, die einfach sympathisch eine Geschichte erzählen. Ein Beweis, dass es auch “toter” Text mit Leben gefüllt werden kann. Flickr allerdings hat noch die Schwierigkeit, dass sie zwischen Du und Sie hin und her springen. Welche Lösung gibt es da? Wann wird das Du, wann das Sie genutzt?
Es entstand eine sehr interessante Diskussion.
Ich werde auf jeden Fall mal bei Moo was bestellen, dann “erlebe” ich es mal persönlich.

Session #3
Getting things done: Eine kleine Vorstellung von Oliver Gassner, wie man sein “Leben” mittels gut angelegter To-Do-Listen stressfreier auf die Reihe kriegt. Im Endeffekt ist es egal, ob man via “remember the milk“, Notebook, PDA oder Ringbuch seine To-Do’s anlegt. Hauptsache ist, dass sie in kleinen Schritten angelegt werden, organisiert und natürlich am Schluss auch gemacht werden.
In dem Fall ein Buchtipp: “Getting things done” von David Allen.

Session #4
Warum Twitter?: Anfangs wurde Twitter vorgestellt, die meisten von den Zuhörern nutzten es allerdings schon. Dennoch war es interessant, in Zahlen auch zu hören, wieviele es wirklich sind (hab es leider vergessen) und auch Erfahrungsberichte von anderen mitzubekommen, was ihnen schon dank dem Tool passiert ist. Twitter macht Spaß, ist sehr kurzlebig und etabliert sich immer mehr - auch in Unternehmen.
Was ich noch nicht kannte, ist Twitkrit: Ein Blog, der Tweets kommentiert. Ähm, sind Tweets nicht Micro-Blogs? Also gibt es jetzt einen Blog, der Micro-Blogs kommentiert. Heutzutage wird wohl echt alles kommentiert. Na ja, dafür gibt es ja Blogs. Gottseidank.
Aber amüsant allemal.

Danach war ich fertig mit der Welt. Zumindest mit der Internetwelt.
Fazit: Essen war superlecker, Leute waren toll, es hat wirklich Spaß gemacht - und die ganzen neuen Kontakte, bei denen ich mich freue, sie bald wieder anzutreffen. Vielleicht beim nächsten barcamp. Aber dann gleich samstags.

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[weitere Berichte gibt es hier.]

9 Antworten zu “barcamp Stuttgart, 27.-28. September ‘08.”

  1. hab isch doch gleich gesacht! ;)

  2. Schön, dass du noch gekommen bist und es dir so gut gefallen hat. :-)

  3. Freut mich, dass du so spontan noch gekommen bist, und dass es dir gefallen hat. Uns als Orga-Team würde es natürlich brennend interessieren, was wir im Vorfeld hätten besser/anders kommunizieren können, damit du gleich vom Start weg mit dabei gewesen wärst.

  4. Es war auf jeden Fall spannend. Und mein “fertig mit der Internetwelt” hat sich ja offensichtlich auch wieder schnell gelegt…

    @Jan
    Es lag in dem Fall nicht an Euch - für mich als “Laie” war ein barcamp bisher immer ein Treffen unter “Profis”, die sich wirklich ausführlich mit solchen Themen beschäftigen und auch auseinandersetzen. Ich dachte immer, dass mir das einfach ein Level zu hoch ist und ich als selbst ernannter Gammablogger dort entweder nix zu suchen habe oder ohnehin nur Bahnhof verstehe. Als ich dann im Laufe des Samstages erfahren habe, dass es echt locker zugeht und sich da auch andere “Laien” wohlfühlen, ist diese Hürde gefallen. Und ich kam. :-)
    Nächstes Mal weiss ich es besser und bin gleich von Anfang an am Start.

    Der Orga kann ich sagen: Hut ab! Tolles Programm, lockere Stimmung und geniales Essen. Top! Mir hat es an nichts gefehlt. Nur zwischen den Sessions bisschen Pause hätte nicht geschadet. Ich weiss, dass es das immer bisschen in die Länge zieht, aber nach einer Session kommt man doch gerne kurz ins Quatschen oder muss dann auch mal “pullern” gehen… ;-)

  5. Uff ja, die lieben Pausen. Dabei sollte es laut Plan ja immer fünfzehn Minuten geben. Ich muss aber zugeben, dass ich das 30-Minuten-Signal am Sonntag nachmittag nicht mehr wirklich konsequent durchgehalten habe.

    Wenn du noch Ideen hast, wie man ein Barcamp auch “als für nicht Profis willkommen und sinnvoll” kommunizieren kann, lass es mich bitte wissen.

  6. @Jan: Mich hätte fast die Tatsache abgeschreckt, dass man (angeblich?) als Neuling eine Session halten muss. Was soll ich denn da als Nontekkie schon erzählen können, was die ganzen 2.0Brains nicht schon längst wissen? Natürlich wurde ich eines Besseren belehrt: Die Vorträge/Sessions können, aber müsssen überhaupt nichts mit Technik oder gar dem Internet zu tun haben. Sehr erfreulich. Und das nächste Mal halte ich auch eine Session :-)

  7. Ja, diesen Grundsatz gibt es tatsächlich. Die Idee dahinter ist aber viel mehr den Teilnehmern zu zeigen, dass sie am Geschehen teilnehmen und nicht passive Konsumenten sind.

  8. Auch für mich war es das erste Barcamp überhaupt. Als Einstieg erstmal nur der Samstag.
    War sehr interessant, aber muss sagen, mich hat das, was ich über Barcamps vorher gelesen habe, eher was anderes erwarten lassen. Es war dann doch etwas “konferenziger” als man sich das bei der Regel “mitmachen, mitmachen, mitmachen” vorstellt.

    Ansonsten:
    Organisation war super, Essen fantastisch, Stimmung toll und eine lockere Atmosphäre, in der man leicht mit anderen ins Gespräch kommt.

  9. @Claudi: Danke für das Lob. :-) Wir haben uns in der Organisation möglichst viel Mühe gegeben und den reibungslosen Ablauf einer “echten Konferenz” mit den Inhalten von euch zu einem möglichst perfekten Barcamp zu kombinieren. Es ist uns nicht überall gelungen, aber wir brauchen ja auch noch Spielraum um besser zu werden…

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