Archive for February, 2009

Das Kleid.

Feb 24

Das Kleid wird hoffentlich viel bei mir bewirken.
Ich glaube, es ist etwa ein Jahr her, dass ich mich in das Kleid verguckt habe. Es ist toll, schlicht und doch vielfältig, angenehm zu tragen und aus Baumwolle. Und was ich an dem Kleid so mag, sind die Farben. Gibt viele Variationen davon, aber immer ist es monochrom - aber die Farben knallen dafür richtig.
Allerdings habe ich es damals anprobiert, und bei mir sah es alles andere als gut aus. Wie gesagt, es ist aus Baumwolle und daher leicht, dementsprechend lag (und liegt) es an meiner Hüfte an. Super. Zurück damit ins Regal.

Zum Geburtstag, im Dezember, habe ich von Sympatexter, Ralf und K. ein Geschenk bekommen. Das Kleid. Da war es wieder. Ein Jahr, nachdem ich gejammert habe.

Letzte Woche habe ich es im Laden wieder anprobiert. Klar, lag immernoch schön an der Hüfte an. Ist ja nicht so, dass ich Sport gemacht hätte. Aber ich habe es mir trotzdem geholt. In hellblau. Perfekt für den Sommer (außerdem kann hier ja nicht alles orange sein).
Deswegen war ich letzte Woche schwimmen und werde es wieder tun. Wegen dem Kleid habe ich mir auch eine Körperfettwaage geholt. Das Kleid ist zwar nicht der Grund, aber es ist das Ziel.

Im Sommer will ich es tragen und mich sexy darin fühlen.

Auch einer der Gründe, warum Ihr mich hier wiederfindet.

Edit:
Irgendwie ist das mit dem Kleid ein Selbstläufer geworden. Eigentlich wollten wir nur Fotos machen, um es zu dokumentieren, wo es “klemmt”. Aber der Spaß hat uns überrannt und es entstand eine tolle Fotoserie, hier im Blog mal mit den besten Bildern (wie ich finde):

Hach, eigentlich find ich sie alle cool. Deswegen gibt es hier mehr zu sehen.
Aber trotzdem: bisschen um die Hüften rum weniger schadet sicher nicht.

Lomo Fisheye: Der Winter und die Schuhe.

Feb 23

Sneak #471: Slumdog Millionaire.

Feb 16

Der 18-jährige Jamal Malik (Dev Patel) steht kurz davor, bei “Wer wird Millionär” die sagenhaften 20 Millionen Rupiens zu gewinnen. Nur noch eine Frage trennt ihn von seinem Glück. Da er als Vollwaise in den Slums aufgewachsen ist, wird er als Betrüger angesehen und in der Unterbrechung bis zur nächsten Folge (man kennt ja die bekannte “Zeit-ist-um”-Tröte) gefoltert. Er muss einen Spitzel haben, einen, der ihm die Antworten zuflüstert oder irgendwie zuspielt. Beim Verhör allerdings stellt sich heraus, dass es Zufall war: Zu jeder Frage hatte Jamal eine Geschichte aus seiner Vergangenheit parat, die dem Zuschauer nach und nach erzählt wird…

Es ist übrigens eine Liebesgeschichte. Voller Drama. Und Witz. Und mit toller Bildsprache, passendem Soundtrack und überzeugenden Schauspielern. Und nein, es ist kein Bollywood-Film, denn Regisseur ist Danny Boyle, der Macher von Trainspotting, A Life Less Ordinary oder 28 Days Later… (Außer am Schluss, aber das musste einfach sein!).
Toller Film, vielleicht einen Tick zu lang, aber toll. Schön und allemal sehenswert.

Ab 19. März 2009 im Kino.

Fotos: Fisheye (noch ein paar).

Feb 11



























Fotos: Fisheye, Hochschule der Medien.

Feb 10

Typografie: Sansation.

Feb 10

Koscht nix und sieht auf den ersten Blick gut aus, immerhin sind drei Schnitte dabei. Mal sehen, wie sie sich in der Praxis bewährt. Danke auf diesem Wege an Bernd Montag, den Schriftgestalter. Gibt es hier zum Download.

[via]

Sneak #470: Sieben Tage Sonntag.

Feb 9

Tommek und Adam erleben 7 Tage die Woche Sonntag. Denn die Schule haben sie abgebrochen, aber arbeiten wollen sie beide nicht. Lieber ziehen sie Tag für Tag um die verwahrlosten Häuser der tristen Kleinstadt, randalieren und lassen, Alkohol sei Dank, ihrer aggressiven Energie freien Lauf. Da sind ein kleiner Raub und zerschmetterte Scheiben an der Tagesordnung und nichts besonderes mehr.
Höhepunkt des hiesigen Abends in ihrer Clique ist eine Party. Doch dort angekommen, erwartet sie das Gleiche wie bisher auch: Die gleichen Leute, irgendwo mit Alkohol abhängend. Jeden Tag das Gleiche.
Plötzlich stellt Adam Tommek eine Frage: “Kannst Du einen Menschen töten?”

Der Film wirkt erschreckend realistisch. Die Geschichte dahinter ist es auch - denn so ähnlich passierte es 1997, hier überzeugend dargestellt von Ludwig Trepte (Adam) und Martin Kiefer (Tommek). Erwachsene spielen in dem Fim kaum eine Rolle. Da ist zwar Adam’s Oma, aber sie kommt nur am Anfang und am Schluss kurz vor, denn die Handlung dreht sich in erster Linie um die Sechzehnjährigen. Musik, Ton und Bildsprache vermitteln dem Zuschauer die graue, karge und kaputte Umgebung, in der die Jugendlichen aufwachsen - in einer sterbenden Stadt, die jede sein könnte.
Schon der Anfang verheißt nichts Gutes. Und der Film endet auch nicht gut. Denn die zwei Jungen morden. Und erst ab diesem Punkt merkt der Zuschauer in Adam Leben. Erregt und lachend, laut jubelnd betrachtet er seine blutverschmierten Hände, so als würde er sich das erste Mal spüren. Ist das nicht erschreckend? Aber man glaubt es ihm. Und das ist irgendwie noch erschreckender.

Ein sehenswerter Film, der versucht, bei solchen Jugendlichen hinter die Kulissen zu schauen. Denn der Film erzählt aus Adam’s Sicht. Ob der Zuschauer es versteht, bleibt allerdings ihm selbst überlassen. Den Blick zu wagen lohnt sich aber allemal.
(Und endlich mal ein deutscher Film, der durch Bild und Schnitt überzeugte!)

Kinostart: 05.März 2009
offizielle Homepage mit Trailer: www.siebentagesonntag.de

Sneak #469: Barfuss bis zum Hals.

Feb 3

Eine Sneak der etwas anderen Sorte im Metropol: Dieses Mal wurde ein Film präsentiert, der noch nicht final geschnitten und vertont wurde. Und der Regisseur saß mittem im Publikum.
Barfuss bis zum Hals” handelt von dem Jungen Jakob, der auf einem ostdeutschen Nudistencamp aufgewachsen ist und dort noch mit seinen Eltern lebt. Aber er ist “anders”, denn er trägt gerne Kleidung. Eines Tages wird allerdings das Grundstück verkauft, und zwar an einen Münchner CSU-ler namens Herrn Dieter Lohe, der ausgerechnet auch noch Mode-Designer ist.
Lohe beschließt mit seiner Tochter Natalie, das Grundstück (ein angebliches Jagdgebiet) genauer in Augenschein zu nehmen und dort Urlaub zu machen, um die Vater-Tochter-Beziehung zu kitten - hat allerdings keine Ahnung, was ihn dort erwartet. Um ihren Pachtvertrag mit dem neuen Besitzer allerdings nicht in Gefahr zu bringen, beschließen die Nudisten, sich zu “verkleiden”. Und klar, dass sich Jakob dann auch noch in Natalie verliebt.

So weit zur Story. Läuft als Komödie, ist auch eine. Zwar hat sie nicht die Brüller-Witze intus, aber sie ist angenehm, bringt die Thematik sowie Problematik charmant auf den Punkt (nicht nur zwischen den Jugendlichen, sondern eigentlich zwischen sämtlichen Darstellern des Films) und regt auf zum Nachdenken an. (Zu?) viel nackte Haut, ohne obszön zu wirken, stellenweise auch schon artig hinter Blumenvasen versteckt. Dass die Schauspieler so freizügig spielen, ist ein positiver Punkt. Auch die “Textiler” haben gut gespielt, besonders Natalie (und hübsch anzuschauen war sie auch, ich finde aber gerade auch kein Foto).

Was das eigentlich Interessante an dem Film war, war die Tatsache, dass wir uns im Anschluss ohne Allüren und im kleinen Kreise mit dem Regisseur unterhalten konnten. Kritik, Komplimente, Fragen, Unverständlichkeiten wurden offen angenommen und besprochen. Was hat uns gestört? Was fanden wir gut? Was sollte eher raus? Es hat Spaß gemacht, “hautnah” dabei sein zu können. War super.
Und was wollte ich? Noch mehr solcher Abende, mehr Hintergründe zum Film, mehr Meinungen vorab (außer die Profilierungszwänge einiger anderer Cineasten), mehr Nähe zum Film durch direkt agierende Leute.
Und was wollte ich nicht? Die Himmelsglocken. Mal sehen, ob sie rauskommen oder nicht.
Bin ja fast schon versucht, im Herbst mir diesen Film nochmal anzusehen, wenn er final ins Kino kommt.

Liebe Sneak im Metropol: Danke!