Corporate Design: körsekröte

Für die Jungdesignerin Franziska Schwandt wird ein Corporate Design entwickelt, welches ihrem Spitznamen „Körsekröte“ gerecht werden soll. Als Näherin für große und kleine Kunden ist sie auf U-Heft-Mappen, Kirschkernkissen, Schals und vielem mehr spezialisiert. So unterschiedlich und verspielt wie ihre Mode soll ihr Label wandelbar bleiben: weiss für bunte Stoffe, als gebranntes Logo auf Leder oder nur als Button soll ihr Markenzeichen immer schnell erkennbar bleiben – die Körsekröte.

Danke an Franziska Schwandt für die Anwendungsbeispiele.

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Corporate Design: d|o|m und fotokasten Weihnachtskarte

2011 lässt die d|o|m Deutsche Online Medien mit fotokasten zusammen eine Weihnachtskarte gestalten. Die gemeinsame „Sprache“ der beiden Unternehmen spiegelt sich in den Druckfarben wieder, welche zu magenta und gelb noch mit blau (d|o|m) und grün (fotokasten) bereichert werden. Zusätzlich dazu soll ein neues fotokasten Produkt, der Fotofächer, vorgestellt werden. In dem herausnehmbaren Fächer „outen“ sich die Mitarbeiter bei lockerer weihnachtlicher Stimmung, um den Kunden persönlich zu grüßen und ihm zu zeigen, welche Menschen alles hinter den beiden Unternehmen stecken.

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Foto: Elsass – kleine Eindrücke

Über Pfingsten entschieden wir uns, spontan ins Elsass zu fahren. Von Stuttgart aus ist es nicht weit und das Wetter dort versprach um einiges sonniger zu sein, als daheim. Drei Tage hintereinander frei zu haben, war natürlich mitunter auch ein Grund.

Ohne auf den gesamten Kurztrip einzugehen, sind wir irgendwann, recht planlos eigentlich, in Dâmbach angekommen. Und das erste, was wir dort sahen, war eine alte, verlassene Lagerhalle.
Und ein paar Graffitti-Künstler darin, die für einen Wettbewerb in Barcelona übten. Und nebenher Party machten.
Tolle Menschen.

Kurzgeschichte: Chat-Lag

„Aber das ist doch absurd“, unterbrach ihn die Patientin. „Ich habe durchaus reale Freunde, lerne andere Menschen in Cafés kennen und gehe abends auch gerne aus.“
Der Mann schaute sie nachdenklich an, aus seiner Pfeife stieg der süßliche Rauch empor und zeichnete feine, bläuliche Linien in die Luft, die ihn verspielt umkreisten, bevor sie sich im Nichts verloren. Er zog seine schmalen Augenbrauen kurz hoch, wie um seine Gedanken kurz abzuschütteln und schaute ihr direkt in ihre großen, braunen Augen.
„Nun gut, ich glaube Ihnen.“ Er lächelte freundlich, um seine Worte zu unterstreichen. Auf einmal wirkte er entspannt, nicht mehr unnahbar wie zu Anfang des Gesprächs – es schien ihr fast so, als ob er seine Rolle als Arzt soeben abgestreift hätte.
Seine Augen strahlten und als sie sein Gesicht betrachtete, stellte sie fest, dass er, mit diesem freundlichen Lächeln, kein schlecht aussehender Mann war. Seine tiefe, aber angenehme Stimme durchbrach den Moment der Stille.
„Was halten Sie davon, wenn wir uns bei einem gemeinsamen Abendessen unterhalten? Ich habe Hunger und über eine charmante Begleitung würde ich mich sehr freuen.“ Sie war überrascht, dass er sich mit ihr verabreden wollte, aber dennoch freute sie sich darüber. Das Kompliment ihres Gegenübers tat ihr gut.
„Vielen lieben Dank, aber leider muss ich ablehnen. Ich habe später noch eine wichtige Verabredung, die ich nicht verschieben kann.“ Sie bedankte sich für seine Zeit, nahm noch einmal bewusst den Pfeifengeruch wahr und hoffte innerlich, ihn nochmal wieder zu sehen, als sie heimfuht – vielleicht nicht nur als Patientin. Leider konnte sie heute Abend wirklich nicht. Sie hatte Wichtigeres vor.

Es war keine Stunde vergangen, dass die junge Frau den Raum verlassen hatte. Er hatte sich schnell um die Ecke etwas zu essen geholt und kehrte wieder in sein Büro zurück. Im Raum hing noch der herbe Duft seiner Pfeife, inzwischen erkaltet, und mischte sich sanft mit der Erinnerung eines Damenparfüms. Schade, dass sie sein Angebot abgelehnt hatte, aber er war froh, dass sie verabredet war – und somit heute Abend nicht vor ihrem Rechner saß.
Er schaltete seinen Laptop an und während er hochfuhr, klopfte er seine Pfeife aus, um sie für heute ein letztes Mal zu stopfen. Er öffnete die oberste Schublade seines Schreibtisches und während er seine Tabakdose hervorholte, ertönte ein leises Pling aus den Boxen seines Laptops. Er verharrte kurz, ohne auf den Monitor zu sehen und seufzte resigniert. Langsam drehte er seinen Kopf zum Bildschirm.

Ein Chatfenster war offen, eine neue Nachricht von missy_brown_77 war eingegangen.
sry doc – ich war noch bei so nem termin, ist aber nicht wichtig wie sieht’s bei dir aus?
heute abend schon was vor? :-)
wenn nicht, lass uns ne runde quatschen, wollte dich eh fragen, ob du weißt, was ein chat-lag ist – würd mich freuen, dich noch on zu sehen, lg missy!