Archive for the 'gesneaketes' Category

Sneak #471: Slumdog Millionaire.

Feb 16

Der 18-jährige Jamal Malik (Dev Patel) steht kurz davor, bei “Wer wird Millionär” die sagenhaften 20 Millionen Rupiens zu gewinnen. Nur noch eine Frage trennt ihn von seinem Glück. Da er als Vollwaise in den Slums aufgewachsen ist, wird er als Betrüger angesehen und in der Unterbrechung bis zur nächsten Folge (man kennt ja die bekannte “Zeit-ist-um”-Tröte) gefoltert. Er muss einen Spitzel haben, einen, der ihm die Antworten zuflüstert oder irgendwie zuspielt. Beim Verhör allerdings stellt sich heraus, dass es Zufall war: Zu jeder Frage hatte Jamal eine Geschichte aus seiner Vergangenheit parat, die dem Zuschauer nach und nach erzählt wird…

Es ist übrigens eine Liebesgeschichte. Voller Drama. Und Witz. Und mit toller Bildsprache, passendem Soundtrack und überzeugenden Schauspielern. Und nein, es ist kein Bollywood-Film, denn Regisseur ist Danny Boyle, der Macher von Trainspotting, A Life Less Ordinary oder 28 Days Later… (Außer am Schluss, aber das musste einfach sein!).
Toller Film, vielleicht einen Tick zu lang, aber toll. Schön und allemal sehenswert.

Ab 19. März 2009 im Kino.

Sneak #470: Sieben Tage Sonntag.

Feb 9

Tommek und Adam erleben 7 Tage die Woche Sonntag. Denn die Schule haben sie abgebrochen, aber arbeiten wollen sie beide nicht. Lieber ziehen sie Tag für Tag um die verwahrlosten Häuser der tristen Kleinstadt, randalieren und lassen, Alkohol sei Dank, ihrer aggressiven Energie freien Lauf. Da sind ein kleiner Raub und zerschmetterte Scheiben an der Tagesordnung und nichts besonderes mehr.
Höhepunkt des hiesigen Abends in ihrer Clique ist eine Party. Doch dort angekommen, erwartet sie das Gleiche wie bisher auch: Die gleichen Leute, irgendwo mit Alkohol abhängend. Jeden Tag das Gleiche.
Plötzlich stellt Adam Tommek eine Frage: “Kannst Du einen Menschen töten?”

Der Film wirkt erschreckend realistisch. Die Geschichte dahinter ist es auch - denn so ähnlich passierte es 1997, hier überzeugend dargestellt von Ludwig Trepte (Adam) und Martin Kiefer (Tommek). Erwachsene spielen in dem Fim kaum eine Rolle. Da ist zwar Adam’s Oma, aber sie kommt nur am Anfang und am Schluss kurz vor, denn die Handlung dreht sich in erster Linie um die Sechzehnjährigen. Musik, Ton und Bildsprache vermitteln dem Zuschauer die graue, karge und kaputte Umgebung, in der die Jugendlichen aufwachsen - in einer sterbenden Stadt, die jede sein könnte.
Schon der Anfang verheißt nichts Gutes. Und der Film endet auch nicht gut. Denn die zwei Jungen morden. Und erst ab diesem Punkt merkt der Zuschauer in Adam Leben. Erregt und lachend, laut jubelnd betrachtet er seine blutverschmierten Hände, so als würde er sich das erste Mal spüren. Ist das nicht erschreckend? Aber man glaubt es ihm. Und das ist irgendwie noch erschreckender.

Ein sehenswerter Film, der versucht, bei solchen Jugendlichen hinter die Kulissen zu schauen. Denn der Film erzählt aus Adam’s Sicht. Ob der Zuschauer es versteht, bleibt allerdings ihm selbst überlassen. Den Blick zu wagen lohnt sich aber allemal.
(Und endlich mal ein deutscher Film, der durch Bild und Schnitt überzeugte!)

Kinostart: 05.März 2009
offizielle Homepage mit Trailer: www.siebentagesonntag.de

Sneak #469: Barfuss bis zum Hals.

Feb 3

Eine Sneak der etwas anderen Sorte im Metropol: Dieses Mal wurde ein Film präsentiert, der noch nicht final geschnitten und vertont wurde. Und der Regisseur saß mittem im Publikum.
Barfuss bis zum Hals” handelt von dem Jungen Jakob, der auf einem ostdeutschen Nudistencamp aufgewachsen ist und dort noch mit seinen Eltern lebt. Aber er ist “anders”, denn er trägt gerne Kleidung. Eines Tages wird allerdings das Grundstück verkauft, und zwar an einen Münchner CSU-ler namens Herrn Dieter Lohe, der ausgerechnet auch noch Mode-Designer ist.
Lohe beschließt mit seiner Tochter Natalie, das Grundstück (ein angebliches Jagdgebiet) genauer in Augenschein zu nehmen und dort Urlaub zu machen, um die Vater-Tochter-Beziehung zu kitten - hat allerdings keine Ahnung, was ihn dort erwartet. Um ihren Pachtvertrag mit dem neuen Besitzer allerdings nicht in Gefahr zu bringen, beschließen die Nudisten, sich zu “verkleiden”. Und klar, dass sich Jakob dann auch noch in Natalie verliebt.

So weit zur Story. Läuft als Komödie, ist auch eine. Zwar hat sie nicht die Brüller-Witze intus, aber sie ist angenehm, bringt die Thematik sowie Problematik charmant auf den Punkt (nicht nur zwischen den Jugendlichen, sondern eigentlich zwischen sämtlichen Darstellern des Films) und regt auf zum Nachdenken an. (Zu?) viel nackte Haut, ohne obszön zu wirken, stellenweise auch schon artig hinter Blumenvasen versteckt. Dass die Schauspieler so freizügig spielen, ist ein positiver Punkt. Auch die “Textiler” haben gut gespielt, besonders Natalie (und hübsch anzuschauen war sie auch, ich finde aber gerade auch kein Foto).

Was das eigentlich Interessante an dem Film war, war die Tatsache, dass wir uns im Anschluss ohne Allüren und im kleinen Kreise mit dem Regisseur unterhalten konnten. Kritik, Komplimente, Fragen, Unverständlichkeiten wurden offen angenommen und besprochen. Was hat uns gestört? Was fanden wir gut? Was sollte eher raus? Es hat Spaß gemacht, “hautnah” dabei sein zu können. War super.
Und was wollte ich? Noch mehr solcher Abende, mehr Hintergründe zum Film, mehr Meinungen vorab (außer die Profilierungszwänge einiger anderer Cineasten), mehr Nähe zum Film durch direkt agierende Leute.
Und was wollte ich nicht? Die Himmelsglocken. Mal sehen, ob sie rauskommen oder nicht.
Bin ja fast schon versucht, im Herbst mir diesen Film nochmal anzusehen, wenn er final ins Kino kommt.

Liebe Sneak im Metropol: Danke!

Sneak #467: Lulu & Jimi.

Jan 20

Sie sieht ihn, er sieht sie und beide verlieben sich unsterblich ineinander. Er ist arm und schwarz, sie reich und weiss - und eigentlich vergeben. Großes Liebesdrama. Und es spielt alles in den 50ern, in Schweinfurt.

Hmm, ich glaube (zumindest nach dem Gespräch über dem Film mit den anderen Mitsneakern tue ich das), dass der Film tatsächlich lustig war: tolles Flair, schöne Schauspieler, total unrealistische, absolut überdrehte Story und gute Sprüche. Mein Problem war in diesem Falle glaube ich nur, dass ich nicht auf solchen Nonsens eingestellt war. Innerhalb der ersten halben Stunde des Films war es für mich immernoch nicht ersichtlich, in welche Richtung der Film gehen sollte. Und statt mich abzuholen, hat der Film mich schlichtweg im ersten Drittel vergessen. Als ich es dann wohl begriffen habe, dass der Film purer Klamauk war, war der Film vorbei (und ich im Gespräch mit den Mitsneakern).
War trotzdem ein netter Abend.

Fazit: Hätte ich ausnahmsweise vorher gewusst, was mich erwartet, hätten “Lulu & Jimi” bestimmt besser abgeschnitten. Daher aber leider nur 3/10. Vielleicht ist er ja auch wirklich sehenswert?

[Ab 22. Januar 2009 im Kino.]

Sneak #466: Twilight.

Jan 13

Mädchen verliebt sich in Vampir. Vampir in sie.


Tja, das war auch schon die Story. Na ja, bisschen mehr passiert da schon, aber im Großen und Ganzen ist da zu sagen: Wäre ich 14, hätte ich ihn bestimmt toll gefunden! Ich stehe auf Vampire und einige coole Szenen hatte der Film durchaus. Schön ist auch, dass er nicht ganz die 08/15-Klischees übernommen hat, was Vampire betrifft. Aber: ich bin keine 14 mehr (aber Vampire mag ich trotzdem).
Insofern war es nicht der schlechteste, aber eben ein “klassischer” Teenie-Film. Nur mit Vampiren eben. Und ‘nem guten Soundtrack.

Kinostart: 22. Januar 2009.

Sneak #465: The Fall.

Jan 6

Ich kam, sah, staunte. Und verliebte mich.

The_Fall

Was passiert, wenn das Kino nicht mehr nur als Filmvorführung, sondern auch als künstlerische Inszenierungsfläche großartiger, fantastischer, ja geradezu überwältigender Bildsprache dient? Dann kommt so ein Film wie “The Fall” raus. Anfangs zuerst etwas skeptisch, riss mich der Film nach wenigen Minuten mit in seinen Zauber: ich lachte, zitterte mit und war bis ins Innerste gerührt - alles schön im Wechsel. Ich liebe diesen Film.
Die Farben, die Atmosphäre, die Landschaft, die Kostüme… Wahnsinn. Toll. Würde ihn glatt nochmal ansehen. Und auf DVD kaufe ich den auch sofort, sobald er rauskommt.

Die Story:
Hollywood, “once upon a time”: Roy Walker ist Stuntman, hat sich aber bei einem Job die Beine so heftig verletzt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass er je wieder gehen kann, zu gering ist, um wirklich daran zu glauben. Im Krankenhaus lernt er Alexandria kennen, ein fünfjähriges Mädchen mit einem gebrochenen Arm.
Die beiden Insassen werden Freunde und Roy beginnt, Alexandria eine fantastische Geschichte über Banditen, Rache und Liebe zu erzählen - im Gegenzug dazu bittet er das Mädchen, ihm Tabletten zu besorgen, mit denen er Selbstmord begehen kann, denn er sieht in seinem Leben keinen Sinn mehr.

(Ja, die Story ist auch toll.)

Also, wer visuell veranlagt ist, sollte ihn sich unbedingt ansehen. Und wer tolle, künstlerisch angehauchte Filme mag, auch. Und der Rest… Auch. 100% empfehlenswert!
(Wenn auch an wenigen Stellen etwas langatmig, aber nur ein ganz klein wenig…).

Kinostart: 05. März 2009.

9/10

Sneak #452: House Bunny.

Sep 29

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Was will man von so einem Film erwarten? Nicht viel. Deswegen habe ich mich auf ihn eingelassen, und es gibt schlimmere Girlie-Komödien, auch wenn dieser Film (wie eben auch die anderen Girlie-Komödien) von Anfang an vorauszusehen war.
Bunny fliegt aus Hef’s Playboyvilla raus, sucht sich einen Job und trifft auf die Mädchen der Verbindung ZETA, die absoluten Loser schlechthin. Sie zeigt ihnen, wie man beliebt wird, es klappt, vermasselt es sich aber selber, am Ende eskaliert es, es kommt zu einer Wendung und am Ende haben sich alle wieder lieb.
Für Mädchen bis 12 Jahren und mangelndem Selbstbewusstsein bestimmt kein schlechter Film. Für 28-jährige mit gesunder Selbsteinschätzung ist das allerdings nix.
Das einzig Positive: “Der Film hat mit einem so niedrigen Niveau angefangen, dass er anschließend nur besser werden konnte.” [Henning]

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Sneak 451: Wall-E.

Sep 25

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Montag war es wieder soweit, es war Sneak-Zeit. Und als ob es alle gewusst hätten war das Kino brechend voll. Wieso? Es kam Wall-E.
Egal - auch in der ersten Reihe hat sich der Film gelohnt. Und ich kann nur eine Freundin zitieren: “Wenn Du nur ansatzweise Animationsfilme gut findest, wirst Du diesen lieben.”
Was soll ich noch dazu sagen? Am besten nichts mehr, sonst rede ich glatt mehr als im Film gesprochen wurde.
Einfach wunderbar.

Ab heute im Kino.
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Kino: Filme der letzten Zeit.

Aug 23

Ich halte mich kurz.

Leg Dich nicht mit Zohan an:
Lustige Slapstick-Komödie mit tiefgründigen und teilweise bitterbösen Anspielungen.
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Clone Wars:
Schlechte Story, schlechter Animationsstil - wirkt wie 5 Jahre vor Final Fantasy (und der ist auch schon nicht mehr der Neueste…)
Süß: Das Hut-Baby. Dafür gibt es einen Punkt.
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Batman - The Dark Knight:
Hätte ich die Story komplett verstanden, hätte er einen Punkt mehr (kommt davon, wenn man ihn im Original anschaut).
Den einen Punkt hole ich mir dann am Dienstag.
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Ich habe dem englischen König gedient:
Tschechischer Film über einen kleinen Mann, der ganz groß rauskam. Tiefsinnig, witzig und 100% überzeugend - und das vor der traurigen Kulisse des NS-Regimes.
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Sneak #442: Der Mongole.

Aug 6

Letzte Woche war ich auch in der Sneak, es tut mir Leid, dass ich jetzt erst darüber berichte, aber ich musste die Filme erst verdauen (ja, es gab wieder eine Doppelsneak.)
Die zweite Review gibt es dann morgen.

Jetzt knöpfe ich mir erstmal “Der Mongole” vor:442_1.jpg

Der Junge Temudgin sucht sich als Sohn des Khan, mit zehn Jahren schon seine Ehefrau aus - er entscheidet sich für Borte, die er dann auch fünf Jahre später heiraten soll. Doch es kommt anders: sein Vater wird vergiftet, ein anderer übernimmt gewaltvoll die Rolle des Khans und will Temudgin töten, sobald er älter wird - so lange hält er ihn sich als Sklaven. Jahre später kommt Temudgin aber davon, wird unterwegs von einem Jungen namens Jamukha gerettet, dem er Blutsbruderschaft schwört und begibt sich weiter auf die Suche nach Borte, findet sie und sie beschließen erneut, ein gemeinsames Leben zu führen. Doch wieder wird ihrem Frieden ein Strich durch die Rechnung gemacht. Ein verfeindeter Stamm entführt Borte - und Temudgin sammelt gemeinsam mit Jamukha seine Männer, um ihnen den Krieg zu erklären.
Doch Temudgin wird mit der Zeit so stark, dass sich Jamukha sich gegen ihn wendet und zu seinem größten Feind wird: doch das soll kein Hindernis sein, denn Temudgin beschließt, seinem Leben einen Sinn zu geben: alle Stämme der Mongolei zu einen - als Dschingis Khan.

Der Film war lang, sehr lang. Ungefähr zwei Stunden zu lang. Und ein Drama - in zweierlei Hinsicht. Okay, die Bilder waren schön. Die Musik war auch okay (glaube ich) - aber das waren schon die zwei Punkte, die er von mir bekommt. Die Szenen, die interessant waren, wurden irgendwie übersprungen, es passierte sonst kaum was und als es dann schließlich “interessant” wurde (”interessant” = er wurde endlich zum Dschingis Khan und jetzt ging es an die Welteroberung), hörte der Film auf. Warum? Weil es eine Epos-Trilogie werden soll! Oh nein, bitte nicht!
Und nicht nur das, die Story stimmte nicht einmal! Gut, viel davon ist natürlich Mythos - aber sogar dieser Mythos wurde falsch erzählt…
Das Beste an dem Film sind die Namen der Schauspieler: Ba Yin Qi Qi Ge, Ba De Rong Gui, Su Ya La Su Rong usw….

[ab 07.08.2008] im Kino.

Fazit: Macht was Besseres aus Eurem Abend und lernt Stricken!

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