Fotos: Von Bienchen und Blümchen.
Jun 18






Ich mag mein 50mm.
Der zweite Stopp unseres kleinen Elsass-Wochenendes war die Hohkönigsburg (nachdem wir uns in Châtenois erst mit Kaffee und Quiche gestärkt haben).
Ich hab da natürlich gleich mein kleines Strumpfhosenexperiment gestartet (danke in dem Fall an den Cousin meines Kollegen!): Eine helle, naturfarbene Kniestrumpfhose meiner Mutter gemopst, diese über das Objektiv gespannt (über den Blendschutz, damit das Fokussieren nicht beeinträchtigt wird) und ein kleines Loch in die Mitte geschnitten. Klingt simpel, ist es eigentlich auch. Und kostengünstig.
Folgende Dinge sind mir dabei aufgefallen:
Hier jetzt erstmal ein Beispiel mit Blende 22:

Und hier ein paar Bilder, die ich für den ersten Versuch ganz gelungen finde:






Die Bilder gibt es auf flickr auch zu sehen (in höherer Auflösung).
Fazit:
Es macht Spaß, fordert auch ein bisschen den Fotografen. Je nach Motiv, Farbe, “Schnitt”, Fokus kann diese Technik durchaus spannende und unterschiedliche Ergebnisse erzeugen - erfordert aber auch Geduld. Hat mich auch ein wenig Zeit und Nerv gekostet, bis ich den Dreh raus hatte - und andere durchaus amüsiert.
Diese “Strumpfhose-über-Objektiv-Stülp-Technik” werde ich bestimmt irgendwann nochmal nutzen, die Strumpfhosen bleiben ab jetzt fortan in meiner Fototasche.
Waren am Samstag im Stuttgarter Zoo. Und nein, ich habe unseren “Wilbär” nicht fotografiert - ist inzwischen eh nicht mehr putzig.
Aber dafür ein paar Affen (erinnert mich spontan an unsere Marketing-Abteilung…)
Und auch noch ein Gruß an meine Vegetarier-Grafikabteilung mit ‘nem Fleischfresser.


Auf der Insel Brac gibt es ein verlassenes Dorf namens Podhume. Man erzählte uns, dass sich einmal im Jahr allerdings sämtliche Ex-Bewohner dort treffen, um ihre “Fjera” zu feiern - ein Fest für deren Schutzheiligen, ähnlich einer Kirmes. Unser Entschluss, Podhume zu besuchen, stand also fest. Und es war spannend, weil wir uns irgendwann wie in einem Horrorfilm vorkamen. Es schien alles seltsam, die “Straße” war kaum befahrbar, wir hatten kein Handyempfang und dass uns ein grimmiger Mann mitten in der Pampa entgegenfuhr, machte die Sache nicht gerade besser.
Endlich angekommen, erwartete uns tatsächlich ein komplett verlassenes Ruinen-Dorf, mitten in den Tiefen der Insel, wo sich eigentlich fast keiner verirren konnte und wo es schlichtweg einfach nirgends weiter ging… Aber… Komplett verlassen?
Wohl doch nicht. Irgendwo kläffte ein angebundener Hund, in einem Zwinger dahinter steckten noch mehr davon und in ein Zimmer einer zweistöckigen Ruine führten Telefon- sowie Stromkabel. Und die Tür war abgeschlossen. Aber ansonsten war alles leer. Keine Menschenseele. Aber: mitten im Dorf stand ein niegelnagelneues Lagerhäuschen. Und die Kirche wird offensichtlich auch gerade renoviert.
Wir blieben nicht lange und waren dann doch recht froh, wieder auf der unbefahrbaren Straße zu sein, in der Hoffnung, ohne Autoschaden zurückzukehren. Dass plötzlich ein LKW von “hinten” kam, versuchten wir einfach mal zu ignorieren.
Aber eines ist unbestreitbar: wir hatten eine fantastische Aussicht.