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Vom “Heimspiel” zum “Heimurlaub”.

Jul 27

Ich bin jetzt schon zwei Tage in Kroatien. Aber bevor ich dazu komme, muss ich erstmal über Samstag berichten.
Ich war auf dem Fanta 4-Open-Air-Konzert, beim “Heimspiel” in Stuttgart.

Tapfer wie wir waren, sind wir um 13:30Uhr an der “Basis” (Stgt-Ost) Richtung Cannstatt losgelaufen, gegen 14:00 Uhr waren wir auf dem Wasen. Brav nahe dem Einlass gewartet, bis dann das Gedränge losging. Die Tore wurden geöffnet.
Es war beeindruckend zu sehen, wie viele Fans vom Einlass ab wie wild losgerannt sind, um ganz vorne einen Platz zu ergattern. Mir kam das alles sehr strange vor, immerhin habe ich in meinem Leben erst zwei grössere Konzerte erlebt und bin da sehr unbewandert.
Also habe ich einfach gemacht, was die Freunde, mit denen ich dort war, auch gemacht haben: ich bin gerannt.
Völlig aus der Puste, kamen wir bis in die erste Absperrung und hatten auch noch die Gelegenheit, systematisch einen Platz zu finden. Nach kurzen Diskussionen standen wir links von der Mittelbühne direkt am Absperrgitter. Von dort aus hatten wir einen guten Blick auf die Leinwand, die grosse Bühne, den “Laufsteg” und seitlichen Einblick eben auf die Mittelbühne. Und direkt am Gitter - super zum Pullis und überteuerter Getränke ablegen. Und die Security hinterm Gitter war trotz grimmigen Blick ziemlich witzig drauf. Nervig war nur die Tür im Gitter, die
a.) klemmte und nur mit Tritten richtig zu ging und
b.) dass da ellenfurzlang irgendwelche Leute rein- uns rausgingen.
Egal, bisschen doof, aber das war unser Platz. Punkt.

Nach einem netten Nachmittag am Boden des Wartens (langsam verstand ich auch den Sinn dahinter, warum wir uns so früh getroffen haben, weil es recht schnell immer voller wurde) ging die erste Vorband los - Mama´s Gun aus London. Ziemlich funky, nicht schlecht. Zwar nicht ganz mein Geschmack, aber die Band machte definitv Stimmung und lustig sahen sie auch aus.
Danach kam Christoph Sonntag.
Und der letzte Event vor den Fanta 4 war Clueso. Süsser Milchbubi, macht Stimmung und kann auch singen. Bisschen brav, aber hey - wir waren eben da und er auch. Also, warum nicht?

Und dann, gegen Acht, ging es los. Von irgendwo wurde es laut, aus einer Ecke heraus schrie das Publikum. In dem Moment wussten wir es - die Fanta 4 liefen durch die Menschenmasse! Nur wo? Wir suchten sie auf der Leinwand, dann entdeckten wir die Spidercam über ihnen - vor uns. Und das Geschrei wurde lauter, kam näher, bis wir es geschnallt haben - sie gehen direkt durch die Tür der Absperrung, die uns den ganzen Tag genervt hat! Voller Aufregung haben wir uns in Position gebracht und dann kamen sie, keinen Meter vor uns!
Und ja, ICH HABE THOMAS D. BERÜHRT!
Okay, mein Liebster hat ihm richtig die Hand geben können, aber ich habe ihn auch berührt, und er hat mich angeschaut (und viele andere auch, aber das ist MIR doch egal)!!! Groupie-Alarm.
Was für ein Glück! Thomas D, SMUDO, Michi Beck und Andy Ypsilon - direkt an uns vorbei, mitten in der Masse von 60.000 Menschen. Wow.


(Die Hand da auf seinem rechten Arm ist meine! )

Dann ging es auch gleich los mit “Was geht?” - die Menge tobte.
Es war einfach geil. Die Stimmung war geil, die Fantastischen 4 waren geil, das Orchester aus Minsk war geil, der ganze Abend war einfach unübertrefflich. Fantastisch eben. Hammer. Und auch “Die da!” haben sie gespielt. “Shizophren” mit nacktem Oberkörper sponsored by Thomas D., mit Kettensäge in der Hand.
“Troy”. “Tag am Meer”. “Liebesbrief” - Sensationell.
Und ich wie ne Doofe mit der Handycam geknipst, die Jungs standen keine 5m vor mir. Wahnsinn. (Werde davon auch ne kleine Fotoserie zaubern, wenn ich wieder meine Programme auf dem Schoss habe)
Hach. Und zum Abschluss Seifenblasen (”Tag am Meer”), dann Pyrotechnik und nachdem sie fertig waren, die Masse “Happy birthday” sang und sie wieder aufkreuzten, nicht ohne vorher ein zusammengestelltes Video über die 20 Jahre hinweg zu zeigen, kamen sie mit “Populär” auf die Bühne und haben nochmal gefetzt. Und zum Abschluss gab es Glitzerkanonen und Feuerwerk. Wegen mir hätte der Abend nicht enden brauchen.
Aber meine Blase hat´s gedankt.

Tja, das war der Samstag. Die Nacht durch habe ich dann meinen Koffer gepackt (den ganzen Kram, den ich neben Frank Schätzing´s “Der Schwarm” und meinen Kameras brauche, wie z.B. Bikini und der Fotoleinwand, die meine Mom zum Geburtstag bekommt) und um vier ging es dann zum Flughafen.
Und da stand ich nun, am Gate nach Split. Und neben gingen die Passagiere nach London, am Nachbar-Gate. Und wen seh´ich da?
Den Gitarristen von “Mama´s Gun”. (Der blonde Typ it Dreads und Ziegenbart).
Nach einer kurzen Schwärmerei und netten Unterhaltung mit ihm stieg dann auch jeder in seine Flugzeuge, beide auf den Weg in die Heimat.

Klein ist die Welt und voller Zufälle. Und zwei dieser kleinen Zufälle laufen bei mir unter Glück.

3 Wochen Urlaub.

Jul 24

Ich packe meinen Koffer und nehme mit: “Der Schwarm” von Schätzing, Meine DSLR, Fisheye und Actionsampler.
Fots gibt’s dann im Anschluss, auch vom Bodensee und was noch so angefallen ist.
Weg und Tschüss!

Lomo Fisheye: Elsass.

Jul 12

Ja, als ich im Elsass war, hatte ich die Kleene auch dabei. Dauert ja dann immer etwas, wenn der Film noch nicht vollgeknipst wurde.
Aber ein paar Bilder auf dem Film sind echt gelungen (find ich).







Nächstes Wochenende bin ich am Bodensee. Da nehm ich meine Actionsampler dann mit. Will die ja schließlich nicht vernachlässigen.

Lomo Fisheye: Peter und Paul.

Jul 11

Letztes Wochenende war in Bretten das Peter und Paul Fest. Schöne Sache, wenn man auf Mittelalter steht.

Und klar, dass wir uns erstmal mit Met eingespielt haben (und ich meine mittelalterliche Rüschenbluse, einen braunen Rock sowie Riemchensandaletten angezogen habe).
War schön - und ich bin um ein paar wunderschöner, handgemachter Holzohrringe, toller Eindrücke und einer Blase am Fuß reicher.

Foto: St. Martin.

Jun 24

Fotos: Bijoux en Colmar.

Jun 23

Ja, die Fassade des Häuschens war tatsächlich knallorange gestrichen - und ich hab das Bild trotzdem schwarzweiss gemacht. Ich entwickel’ mich.

Foto: Frühstück in Colmar.

Jun 19

Fotos: Volles (Kanonen)rohr.

Jun 19

Das ist immer noch die Hohkönigsburg im Elsass - ich muss auch sagen, dass sie mich stark beeindruckt hat.
Weitere (und größere) Bilder gibt es auch auf flickr.

Nicht nur Kanonen gefallen mir, sondern historische Waffen allgemein. Bin halt Rollenspieler.

Fotos: Von Bienchen und Blümchen.

Jun 18

Ich mag mein 50mm.

Fotos: Hohkönigsburg mit Strumpf.

Jun 15

Der zweite Stopp unseres kleinen Elsass-Wochenendes war die Hohkönigsburg (nachdem wir uns in Châtenois erst mit Kaffee und Quiche gestärkt haben).
Ich hab da natürlich gleich mein kleines Strumpfhosenexperiment gestartet (danke in dem Fall an den Cousin meines Kollegen!): Eine helle, naturfarbene Kniestrumpfhose meiner Mutter gemopst, diese über das Objektiv gespannt (über den Blendschutz, damit das Fokussieren nicht beeinträchtigt wird) und ein kleines Loch in die Mitte geschnitten. Klingt simpel, ist es eigentlich auch. Und kostengünstig.

Folgende Dinge sind mir dabei aufgefallen:

  • Die Größe des Lochs beeinflusst das “Schärfefeld” - einmal zu groß geschnitten, muss man ein neues Loch ansetzen. Besser ist es, klein anzufangen, dann gegebenfalls vergrößern.
  • Auch die Form des Lochs ist relevant. Je nach Blendenöffnung ist der Unterschied zwischen scharf/unscharf deutlich erkennbar - und dementsprechend auch der Schnitt. “Stanzungen” (Stern, Herz, Oval usw.) könnten hier durchaus interessante Bildeffekte ergeben.
  • Ja, die Blende eben. Je kleiner die Blendenzahl, desto unauffälliger ist der Unterschied zwischen scharf und unscharf, desto “natürlicher” wirkt der Filter. Bei Blende 22 sieht man sogar das Nylonmuster!
  • Die Farbe des Strumpfs: Klar, denn das Nylon wirkt auch wie ein Farbfilter.
  • Autofokus funktioniert nicht, bzw. sehr schwer. Man muss manuell scharfstellen, da - sobald Nylon im Fokus ist - die Kamera nicht mehr fixieren kann.
  • In der ganzen Tourismusmasse an der Burg fällt man mit einer DSLR nicht mehr auf - es sei denn, man hat einen Strumpf auf dem Objektiv. Und schon ist man im Gespräch.

Hier jetzt erstmal ein Beispiel mit Blende 22:

Und hier ein paar Bilder, die ich für den ersten Versuch ganz gelungen finde:

Die Bilder gibt es auf flickr auch zu sehen (in höherer Auflösung).

Fazit:

Es macht Spaß, fordert auch ein bisschen den Fotografen. Je nach Motiv, Farbe, “Schnitt”, Fokus kann diese Technik durchaus spannende und unterschiedliche Ergebnisse erzeugen - erfordert aber auch Geduld. Hat mich auch ein wenig Zeit und Nerv gekostet, bis ich den Dreh raus hatte - und andere durchaus amüsiert.
Diese “Strumpfhose-über-Objektiv-Stülp-Technik” werde ich bestimmt irgendwann nochmal nutzen, die Strumpfhosen bleiben ab jetzt fortan in meiner Fototasche.