Danke Danko.
by RozanaNachdem ich ja bisher nur ein Bild vom samstäglichen Konzert veröffentlicht habe, hier nun der absolut subjektive Bericht von dem Abend.
Nachdem Sympa, Filou (a.k.a. “K.”) und ich der festen Überzeugung waren, dass uns ”ein Stückchen laufen” nichts ausmacht, haben wir beschlossen, den Weg von Sympa’s neuer Wohnung zu Fuss bis zur Georg-Elser-Halle zurückzulegen. Und haben festgestellt, dass wir uns geirrt haben - manch “kurze” Strecke auf der Stadtkarte kann durchaus einige Meter bedeuten - vor allem in München. Besonders dann, wenn man den einzigen Berg in München vor sich hat - und zwar aufwärts…
Wie auch immer, wir kamen an.
Draussen gestanden, die “Turbo-Jugend”-Orte auf den Jacken der anderen Besucher gezählt, Flyer in die Hand gedrückt bekommen, Jacken abgegeben, Garderobennummer und Eintrittskarte in Flyer gesteckt, eingesteckt, nette T-Shirts gesehen, festgestellt, dass sie ausverkauft waren (ärgerlich), Bierchen getrunken, der ersten Vorband (”Quit your dayjob”*?*) gelauscht, Ohropax aus Taschentüchern gebastelt, weil man die mitgebrachten in Sympa’s Wohnung vergessen hat, noch ein Bierchen getrunken…
Vorband Nr.2 fing an, gelauscht, sich gefragt, ob sie etwas mit Mars Volta zu tun haben, Sympa erklärt, dass das noch nicht Danko Jones ist, weiter rumgestanden, “Ohropax” rausgeholt, Ohr mit dem kleinen Finger durchgewedelt (die Dinger jucken vielleicht…!) und promt einem jungen Mann das Bier “versüsst”. Näheres erfordert eine niedrigere Schmerzgrenze (Nachfragen via eMail möglich) und wird daher hier nicht näher erläutert.
Also, soweit alles ganz gediegen.
DANN endlich kam Danko Jones auf die Bühne. Die Menge jubelt, Danko steht vorne, lauscht erst einfach mal. Und klingt dann den ersten Song an. Der Riff ist nicht mal zu Ende, da verwandelte sich die Menge in… eine springende, tobende, um sich schlagende Masse von Körpern.
Während Sympa und ich uns dann doch lieber etwas zurückgezogen haben, verabschiedete sich Filou mit einem sehnsüchtigem Blick zur moshenden Menge und einem ”ich bin dann mal vorne…”
Kann ich verstehen - die Stimmung war bombastisch, die ganze Halle hat mitgesungen und gebebt. Kurzum: es hat gerockt. Ich bin nicht wirklich ein Konzertgänger (das erste und letzte Mal wurde mir schlecht), aber dieses Mal nichtmal im Ansatz - und Danko ist ein Entiertainer. Was dieser Mensch alles mit seiner Zunge anstellen könnte (was Länge und Bweglichkeit angeht) will ich gar nicht so genau wissen (sonst bekomme ich noch Angst) und wenn er anfängt, mit seinem Kopf zu bangen… so schnell, wie er sich “schüttelt”, kann man gar nicht gucken.
Nach zehn Minuten waren alle verschwitzt. Komplett. Und wer es nicht war, wurde mit Bier übergossen (ein Glück ist es gesund für die Haare). Alles hat geklebt, am Boden, am Körper. Und ich, mit vollen Taschen meiner Baggypants, um das Schleppen der Handtasche zu vermeiden, hab’ zum einen zehn Euro auf dem Boden gefunden und zum anderen sämtliche Flyer weggeschmissen, die sich angesammelt haben. Nur das nebenbei.
Danko Jones’ Songs sind geil - typischer, harter Rock. Und seine Sprüche sind cool (auch wenn es nur um Frauen geht: “This song is specifically about sex. This song is specifically about oral sex…”) - der Mann geht einfach richtig gut ab. Und ich war froh, dabeigewesen zu sein, auch wenn nicht unbedingt in der ersten Reihe. Was auch gut so war. Ich will gar nicht so wirklich wissen, wieviel Schrammen und blaue Flecken Filou hat… Aber jede einzele scheint sich gelohnt zu haben.
Danach ging es eigentlich nur noch daran, die Jacken zu ho- … den Flyer zu suchen, in dem mein Garderobenzettel war, dann mich, später Sympa zu und am Ende auch noch Filou. Aber nach einem “Wiedertreffen” und einer kurzen Jackenbeschreibung war alles kein Problem mehr. (Ich hätte mich sonst aufgeregt, immerhin habe ich meinen neuen “geiler-Style”-Ledermantel zwei Tage zuvor für viel Geld gekauft.)
Da standen wir nun, nach einem gelungenem Konzert, sechs kaputten Füssen und einem Frischluftschock vor der Halle. Im Regen.
Die 10,-€, die ich gefunden habe, gingen für’s Taxi drauf.
Fazit: heiss, stickig, nass, geil. Danke Danko. Du rockst.
Links:
www.dankojones.com
www.sleepistheenemy.com
Und um noch 2 Mädchen zu zitieren: “Er ist sooo süss!” (Nein, ich meine nicht uns.)





ich gehe recht in der annahme dass du noch im geschäft bist…leerlauf, eh?!
*hüstel*
Ja, ein bisschen Leerlauf + Mittagspause ergeben ausreichend Zeit, um so viel Text zu schreiben.
bei mir ergibt die gleiche Konstellation viel Zeit um so einen langen Text zu lesen. Und zu kommentieren.
Du kommentierst doch nur den Kommentar.
Ihr wollt mir doch nur ein schlechtes Gewissen einreden (Sympa, Du sowieso!)
ICH? Warum? Bin ich nicht die uneingeschränkte Beherrscherin der Faulheit? Das hat mich jetzt schwer getroffen. Davon muss ich mich jetzt mit 2 Stunden Game-Boy-Spielen erholen.
Was die Faulheit angeht, hast Du dich mit einem grossen Gegner angelegt. Mich.
Nicht umsonst war ich so stolz, damals in der Grundschule, als Herr Müller zu mir sagte, ich habe die Faulenzia!